Sasuke Inari Schrein in Kamakura

Kamakura hat unzählige Schreine und Tempel. Viele davon sind sehr beliebt und von Touristen überlaufen. Ein paar davon sind aber auch weniger bekannt, lohnen aber trotzdem einen Besuch. Einer davon ist der Sasuke Inari Schrein, den ich euch heute vorstellen möchte.

Sasuke Inari Schrein Kamakura

Geschichte des Schreins

Hinter der Entstehung des Sasuke Inari Jinja (佐助稲荷神社) gibt es verschiedene Erzählungen. So heißt es, das dem Gründer des Schreins, Minamoto Yoritomo, während seiner Zeit im Exil auf der kleinen Insel Hirugakojima in Izu im Traum ein alter Mann aus dem Hidden Village (Kakurezato), einem versteckten Ninjadorf in Kamakura, begegnete (in anderen Erzählungen ist es ein Fuchs). Dieser war ein Gesandter des Inari Gottes und sagte ihm wann und wie er seine Gegner in der Schlacht gegen den Taira Klan angreifen sollte. Minamoto gewann daraufhin die Schlacht und wurde zum Shogun. Aus Dankbarkeit ließ er im Jahre 1195 diesen Schrein errichten, ganz in der Nähe des besagten Hidden Village.

Was gibt es dort zu sehen?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Sasuke Inari Jinja um einen Inari-Schrein, der dem Inari Okami gewidmet ist, dem japanischen Gott der Füchse. Dementsprechend findet man vor Ort zahlreiche kleine und große Fuchsstatuen. Diese stehen dort wirklich überall, manche noch recht frisch, manche aber schon recht lange, da sie von der Witterung gezeichnet und vom Moos überwachsen sind.

Allgemein befindet sich der Schrein auf einem Berg in Mitten des Waldes, was eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft. Das Hauptgebäude ist dabei nicht besonders auffällig. Interessanter sind die vielen kleinen aus Holz oder Stein gebauten Miniaturschreine mit den vielen Fuchsfiguren.

Highlight des Schreines sind natürlich die zahlreichen roten Torii, die Eingangstore zum Schrein, die den Weg dorthin säumen. Man muss einige Stufen erklimmen, um zum eigentlichen Schrein zu kommen, die Torii um einen herum lenken einen dabei aber sehr gut ab. Man bekommt hierbei auch Erinnerungen an den berühmten Fushimi Inari Schrein in Kyoto.

In einem kleinen Gebäude gibt es sowohl die Fuchsfiguren zu kaufen, als auch Ema, Omamori und Omikuji. Die Holztafeln bilden natürlich ebenfalls Füchse und rote Torii ab.

Da der Schrein nicht allzu bekannt ist, waren auch kaum Menschen dort. Man kann dort also die Ruhe genießen und diesen besonderen Ort auf sich wirken lassen.

Vom Bahnhof Kamakura benötigt man etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Schreins. Der Weg führt dabei durch ein Wohngebiet. Kleine Hinweistafeln weisen einem zudem die Richtung. Neben dem Zeniarai Benten gehört der Sasuke Inari Schrein auch zum Daibutsu Wanderweg.


❀ I N F O ❀

Besucht: 5. Juli 2017
Preise: kostenlos
Öffnungszeiten: keine Öffnungszeiten
Adresse: 神奈川県鎌倉市佐助2-22-12
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Sasuke 2-22-12
Lage: Etwa 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura
Webseite: Kamakura Kangou (Japanisch)

 

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Der Meigetsu-in Tempel in Kamakura
Unterwegs in der Präfektur Kanagawa

Meigetsu-in Tempel in Kamakura

Der Meigetsu-in Tempel befindet sich im nördlichen Teil Kamakuras und ich vor allem im Juni und Anfang Juli ein beliebtes Ziel für Kamakura Touristen. Warum? Zu dieser Zeit blühen dort die Hortensien, und dafür ist dieser Tempel auch bekannt. Ich habe ihn bereits zum zweiten Mal besucht und möchte euch diesen Tempel heute vorstellen.

Meigetsu-in Kamakura

Geschichte des Meigetsu-in

Gegründet wurde der Meigetsu-in (明月院) im Jahre 1160 durch Yamanouchi Tsunetoshi unter dem Namen Meigetsu-an als Ruhestätte für dessen Vater Toshimichi, der ein Jahr zuvor in einer Schlacht starb. 1256 beschloss Hojo Tokiyori dann auf diesem Gebiet einen Tempel names Saimyoji zu errichten. Dieser wurde später zum Vorgänger des neuen Zenkoji Tempels, der durch Tokiyoris Sohn errichtet wurde.

1380 wurde Uesugi Norikata durch den Shogun aufgefordert, den Zenkoji mit dem Bau weiterer Gebäude zu fördern. Das Gebiet wurde vergrößert und weitere Untertempel geschaffen. Der Zenkoji galt stand unter den zehn großen buddhistischen Tempeln der Kanto-Region auf dem obersten Platz. Der Meigetsu-in agierte währenddessen als Tochtertempel des Zenkoji.

Nach der Meiji-Restauration im Jahre 1867 wurde der Zenkoji bald abgebaut und nur der Meigetsu-in bliebt erhalten. Er gehört heute der Kencho-ji Schule der Rinzai Zen Sekte an. Der Kencho-ji Tempel liegt nur ein Stück von Meigetsu-in entfernt.

Sehenswürdigkeiten des Meigetsu-in

Eines der Highlights des Tempels ist die Haupthalle (Hojo) mit dem runden Fenster, welches einen Blick in den inneren Garten gewährt. Der Blick durch das Fenster ist eine einmalige Kulisse und ein gefragtes Fotomotiv. Der innere Garten ist bekannt für seine Iris-Blüte, allerdings ist dieser nur selten für Besucher geöffnet und kostet dann eine zusätzliche Gebühr.

Ein Stück weiter findet man die Gründerhalle (Soyudo), welche dem Gründer des Tempels gewidmet ist. Gleich daneben ist die Yagura-Höhle, eine Grabstätte, die als größte dieser Art in Kamakura gilt. Darin befinden sich verschiedene Statuen, aber auch der Grabstein von Uesugi Norikata. Hier soll auch die Grabstätte von 1160 sein. An einer anderen Stelle des Geländes befindet sich weiterhin das Grab von Hojo Tokiyori.

Da der Meigetsu-in aufgrund seiner Schreibung auch als Mond-Tempel bezeichnet wird, und Japaner mit dem Mond Hasen verbinden, findet man neben Hasenfiguren auch echte Hasen in einem Gehege auf dem Tempelgelände. Auch ein Teehaus, einen Steingarten sowie einen kleinen Bambuswald gibt es zu sehen.

Vor allem nach Beginn der Regenzeit kommen die meisten Touristen zum Meigetsu-in. Denn ein großer Teil des Geländes besteht aus Hortensien, die alle im Juni und Anfang Juli blühen. Dann erstrahlt alles in einem Mix aus Blau, Lila und Weiß und die Blütenpracht lohnt es sich wirklich zu sehen. Der Tempel ist deshalb auch als Hortensien-Tempel, die im Japanischen Ajisai (紫陽花) genannt werden, bekannt.

Der Meigetsu-in befindet sich etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura entfernt. Der Eintritt koster 300 Yen, wird während der Blütezeit der Hortensien allerdings auf 500 Yen erhöht. Besuchen könnt ihr den Tempel täglich zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, im Juni sogar von 8:30 bis 17:00 Uhr.

 

 


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Besucht: 20. Oktober 2016 + 4. Juli 2017
Preise: ¥ 300 (während der Hortensienblüte ¥ 500)
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Juni: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 神奈川県鎌倉市山ノ内189
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Yamanouchi 189
Lage: Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kita-Kamakura (JR Yokosuka Line)
Webseite: Website (Japanisch)

 

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Die große Kannon in Ofuna

Eine riesige Kannon Statue ganz in der Nähe von Tokyo? Ja, so eine befindet sich auf dem Weg zwischen Tokyo und Kamakura. Da sie aber trotz ihrer Größe bei Touristen noch recht unbekannt ist, lohnt sich diese als kleiner Abstecher ab von den Menschenmassen. Ich stelle euch die Ofuna Kannon hier einmal vor.

Ofuna Kannon

Eigentlich handelt es sich bei der Ofuna Kannon gar nicht um eine einzelne Statue, sondern um einen Tempel mit dem Namen Ofuna Kannon-ji (大船観音寺). Dieser befindet sich auf einem Hügel nur wenige Minuten vom Bahnhof Ofuna entfernt, von dem aus man die weiße Statue auch schon sehen kann. Allerdings ist der Weg nach oben etwas versteckt. Der Eintritt kostet 300 Yen.

Die Bodhisattwa Kannon ist 25 Meter hoch. Die Arbeiten an der Statue begannen 1929 und die Außenform war 1934 vervollständigt. Die Fertigstellung zögert sich allerdings aufgrund des Krieges bis 1960 hinaus, da die Arbeiten erst 1954 wieder aufgenommen werden konnten. Im Inneren befinden sich der Tempel sowie ein kleines Museum.

Natürlich gibt es vor Ort wie an allen Tempeln Ema (Holztafeln) und Omikuji (Papierstreifen mit Wahrsagungen) zu kaufen. Hier natürlich mit dem besonderen Design der Ofuna Kannon. Auch Figuren davon kann man sich kaufen.

Auch das Areal um die Statue bietet einige zu sehen. Allein die roten Lampen und Fahnen haben eine beeindruckende Wirkung. Es gibt weitere Tempelgebäude und kleiner Statue.

Ein wichtiger Bestandteil des Tempels ist das Andenken an die Atombomben des zweiten Weltkrieges auf Hiroshima und Nagasaki. Dazu gehören nicht nur ein Gedenkstein und ein Platz für Papierkraniche, sondern auch die Flamme der Atombombe (原爆の火), eine Laterne mit ewig brennendem Feuer.

Der Ofuna Kannon Tempel hat mir sehr gefallen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Am besten als Zwischenstopp für eine knappe Stunde auf dem Weg nach Kamakura und Enoshima.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 7. Januar 2016
Preise: ¥ 300
Öffnungszeiten: unbekannt
Geschlossen: unbekannt
Adresse: 神奈川県鎌倉市岡本1-5-3
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Okamoto 1-5-3
Lage: Etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ofuna.
Webseite: Offical Website

 

Samurai Museum in Shinjuku

In der Geschichte Japans sind die Samurai nicht wegzudenken und in vielen Burgen findet man Rüstungen und Schwerte als Ausstellungsstücke. Doch genau diesem Thema, den Samurai, hat sich auch ein eigenes Museum in Shinjuku gewidmet. Ich stelle euch hier das Samurai Museum vor und erzähle euch, was ihr dort erleben könnt.

Samurai Museum

Die Zeit der Samurai reicht etwa vom Beginn der Kamakura-Periode (1185) bis hin zum Ende der Edo-Periode (1868). 700 Jahre Geschichte Japans, in welche man im Samurai Museum in Shinjuku einen Einblick erhalten kann. Das Museum ist zwar recht klein, hat aber trotzdem einiges zu bieten. Da der größte Teil der Besucher Ausländern sind, wird etwa alle 20 Minuten eine englischsprachige Führung angeboten. Diese ist im Eintrittspreis enthalten und sehr zu empfehlen. Die Mitarbeiter erklären einem die wichtigsten Hintergründe zur Samurai-Geschichte und stellen die einzelnen Exponate vor. Manche davon darf man anfassen und sogar ausprobieren. Zudem kann man jederzeit Fragen stellen und mit ihrem einschlägigen Wissen haben die Mitarbeiter auch meist eine Antwort parat.

1. Etage des Samurai Museums

In der unteren Etage findet man zuerst einen Souvenir-Shop. Den kann man auch ohne Eintritt zu bezahlen besuchen. Hier findet ihr zahlreiche Souvenirs mit Samurai-Bezug, egal ob T-Shirts, Schlüsselanhänger oder Regenschirme mit Schwertgriff. Es werden dort auch Schwerter verkauft. Ausgestellt sind nur Replikate, aber bei Nachfrage werden auch echte Schwerter angeboten. Auch Rüstungen und Helme kann man käuflich erwerben, dafür sollte man aber einen recht großen Geldbeutel mitbringen.

Auf der anderen Seite des Eingangs befindet sich die Rezeption. Hier könnt ihr die Eintrittskarten für den stolzen Preis von 1,800 Yen kaufen, erhaltet Flyer und werdet von Mitarbeitern informiert, wann die nächste Führung stattfindet. Als ich dort war, waren alle Mitarbeiter wirklich sehr freundlich und aufgeschlossen und konnten alle Englisch.

Die Ausstellung beginnt mit sechs Rüstungen, welche aus der Muromachi bis hin zur Edo-Zeit stammen. Bei der Führung erhaltet ihr viele Informationen zum Aufbau der Rüstungen, der verschiedenen Funktionen und für welche Zwecke sie verwendet wurden.

2. Etage des Samurai Museums

In der oberen Etage heißt es erst einmal Schuhe aus, bevor ihr in sechs weiteren Bereichen mehr über die Samurai erfahren könnt. Im Kamakura-Raum findet ihr eine elegante Rüstung, die zur Dekoration diente. Zudem gibt es dort Zubehör, welches die Samurai zu Pferde genutzt haben, zu sehen. Der nächste Raum widmet sich den japanischen Schwertern, den Katana. Es sind verschiedene Arten ausgestellt, die zwischen 200 und 800 Jahre alt sind.

Auch den Helmen und Rüstungen ist jeweils ein eigener Bereich gewidmet. Während der Führung können Freiwillige einen Helm aufprobieren und feststellen, wie schwer diese sind. In einem Raum werden Feuerwaffen ausgestellt, die vor allem während der Azuchi-Momoyama-Zeit (1573-1603) vor der Isolierung Japans hergestellt wurden. Im letzten Raum wird sich genau dieser Zeit sowie der Edo-Zeit gewidmet. Neben weiteren aufwendigen Rüstungen, findet man Utensilien der späten Edo-Zeit, die den Übergang in die Meiji-Zeit und dem Ende der Samurai ankündigen. Durch die Mitarbeiter werden einem die historischen Hintergründe näher gebracht.

Kostenlose Erlebnisse

Für den Eintrittspreis bekommt man nicht nur eine kostenlose englischsprachige Führung. Man hat die Möglichkeit zwischendurch einen Samurai-Helm auf zu probieren oder sich später im Fotobereich einkleiden zu lassen. Es stehen verschiedene Samurai-Kleidungsstücke und Helme aber auch Kimono zur Verfügung. Dort kann man dann Fotos machen.

Vier Mal am Tag (14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr) findet zudem eine kostenlose Vorführung des Schwerkampfes statt. Es werden erst mehrere Kampfbeispiele mit dem Schwert gezeigt, danach verschiedene Techniken erklärt. Freiwillige können diese zusammen mit dem Schwertkünstler ausprobieren. Am Ende bleibt noch Zeit für Fragen. Die Vorführung dauert etwa 15~20 Minuten

 

Erlebnisse mit Aufpreis

Gegen eine Gebühr von jeweils 5,000 Yen kann man an Kursen zur Samurai Kalligrafie oder zu Samurai Schwertern teilnehmen. Diese verlangen vorab eine Reservierung. Erkundigt euch also am besten rechtzeitig beim Museum, wann diese Kurse genau stattfinden.

Wer in einmal komplett in eine Rüstung schlüpfen möchte, kann dies im Samurai Museum ebenfalls tun. Für ein professionelles Fotoshooting stehen verschiedenen Rüstungen bereit. Je nachdem, welche man wählt, kostet dies allerdings zwischen 32,000 und 48,000 Yen. Man erhält ein A4 Bild im Rahmen und zwei weitere in gedruckter Form. Die restlichen Bilder gibt es auf CD-Rom. Hierfür solltet ihr euch aber mindestens drei Tage vorher anmelden.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Museums.

Der Eintrittspreis ist zwar recht teuer, mit Führung und den kostenlosen Erlebnissen kann man aber gut 1 ½ bis 2 Stunden im Museum verbringen. Das Fotografieren ist in den meisten Teilen erlaubt. Wer also mehr über die Samurai in Japan erfahren möchte, sollte dort auf jeden Fall einmal vorbei schauen!


❀ I N F O ❀

Besucht: 27. Mai 2017
Eintritt: ¥ 1,800 für Erwachsene
¥ 800 für Kinder bis 12 Jahre
Kinder bis 3 Jahre kostenlos
Öffnungszeiten: täglich 10:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Letzter Einlass um 20:30 Uhr
Adresse: 東京都新宿区 歌舞伎町2丁目25−6
Tokyo, Shinjuku-ku, Kabuki-cho, 2-25-6
Lage: Vom JR Bahnhof Shinjuku etwa 8 Minuten zu Fuß, vom Seibu Shinjuku Bahnhof nur etwa 4 Minuten
Webseite: Englische Webseite

 

 

Kyu-Furukawa Garten in Tokyo

In Tokyo gibt es viele verschiedene Gärten, die man entdecken kann. Alle haben sie ihre Besonderheiten. Heute nehme ich euch mit in den Kyu-Furukawa Garten.

Kyu-Furukawa Garten

Der Kyu-Furukawa Garten (旧古河庭園) befindet sich im nördlichen Teil Tokyos. Das Anwesen gehörte dem Baron Toranosuke Furukawa, der dort eine Villa im westlichen Stil sowie einen westlichen Garten errichten ließ. Architekt war der Engländer Josiah Conder, der auch für andere Bauwerke bekannt war. Fertiggestellt wurde die Villa 1917.

Das Gebäude sieht nicht nur von außen westlich aus. Auch das Innere ist zumindest in der unteren Etage im westlichen Stil gehalten. Dort befinden sich neben dem Esszimmer, auch Gesellschaftsräume und sogar ein Billiardraum. Im oberen Bereich befinden sich neben weiteren westlichen Zimmern auch Räume im japanischen Stil. Diese sind mit Tatami-Matten ausgelegt und miteinander verbunden.

Täglich finden drei Führungen durch das Gebäude statt, um 10:30 Uhr, 13:00 Uhr und 14:30 Uhr. Ohne diese Führung kann man sich das Innere des Gebäudes nicht ansehen. Die Führungen sind leider nur auf Japanisch und kosten 800 Yen pro Person.

Der westliche Garten ist im italienischen und französischen Stil gehalten. Dort findet man vor allem Rosen und Rhododendren. Besonders zur Blütezeit der Rosen im Mai ist es im westlichen Garten sehr schön. Es findet ein Rosenfest statt, bei dem auch Rosenprodukte, wie Rosenduft, Rosentee und Roseneis verkauft werden.

Auch ein japanischer Garten gehört zum Anwesen Furukawas. Dieser ist sehr weitläufig und wurde vom japanischen Gartengestalter Ogawa Jihei VII gestaltet. Im Zentrum dessen befindet sich ein Teich, der in Form des japanischen Schriftzeichens für Herz (心) geformt wurde, umgeben von zahlreichen Bäumen, die einen dichten Walt bilden. Weiterhin findet ihr dort die typischen Brücken und Steinlaternen, aber auch einen Wasserfall. Auch ein trockener Wasserfall wurde im japanischen Garten aus Steinen nachempfunden. Sehr sehenswert ist das Teehaus, in dem nach Reservierung auch Teezeremonien abgehalten werden können.

Der Kyu-Furukawa Garten ist täglich von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet pro Person 150 Yen. Am Tag des Grüns (4. Mai) sowie dem Tomin no Hi (1. Oktober) ist der Eintritt sogar frei. Über die Erreichbarkeit erfahrt ihr mehr in der Infobox unten.

Wenn ihr nach dem Kyu-Furukawa Garten noch einen weiteren Garten besuchen wollt, befindet sich gleich in der Nähe der Rikugien Garten (六義園), einen japanischen Garten, der auf jeden Fall auch einen Besuch wert ist.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 12. Mai 2017
Preise: ¥ 150
Gruppenrabatt und Seniorenticket erhältlich
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Letzter Einlass 16:30 Uhr 
Geschlossen: 29. Dezember bis 1. Januar
Adresse: 東京都北区西ヶ原一丁目
Tokyo, Kita-ku, Nishigahara 1
Lage: Etwa 7 Minuten zu Fuß vom JR Bahnhof Kami-Nakasato oder Metro Bahnhof Nishigahara; etwa 12 Minuten zu Fuß vom JR Bahnhof Komagome
Webseite: Offical Website

 

Shibazakura Festival am Berg Fuji

Japan ist berühmt für seine Kirschblüte, doch gibt es neben den Sakura noch viele andere wunderschöne Blumen, die beeindruckende Landschaften bilden. Eines dieser Highlights ist die Shibazakura, die von April bis Mai blüht. Ich habe das dazugehörige Festival am berühmten Berg Fuji besucht.

Fuji Shibazakura Festival

Das Shibazakura Festival am Berg Fuji (富士芝桜まつり) gehört mit rund 800,000 Blumen zu den bekanntesten Festivals zur Blütezeit der Shibazakura. 2017 feiert es bereits sein 10-jähriges Jubiläum. Es findet etwa drei Kilometer südlich vom See Motosuko (本栖湖), einem der fünf Seen um den Berg Fuji, statt. Somit bilden der pink-weiße Blütenteppich und Japans heiliger Berg das perfekte Fotomotiv, was natürlich zahlreiche Menschen anzieht. Das Festival wird meist von Mitte April bis Ende Mai gehalten, kann sich aber aufgrund der Blütezeiten etwas ändern. Am besten soll die Blütenpracht innerhalb der ersten drei Maiwochen sichtbar sein. Allerdings sollte man versuchen einen Besuch in der Golden Week und am Wochenende zu vermeiden.

Vorort kann man auf den Wegen zwischen den Blumenteppichen spazieren und zahlreiche Fotos machen. Es gibt eine Holzbrücke als Aussichtsplattform, die ein perfektes Panorama ergibt. Dort kann es aber dazu kommen, dass man anstehen muss, um hinauf zu kommen. Auch der Berg Fuji wurde mit den Blüten nachgebaut. Selbstverständlich gibt es verschiedene Essensstände, die spezielle Gerichte anbieten. Neben Yoshida Udon, Fujinomiya Yakisoba und Shibazakura Ramen gibt es jede Menge Süßigkeiten zu kaufen. Souvenirs dürfen hierbei auch nicht fehlen.

Die Shibazakura kommen ursprünglich aus Nordamerika, da sie aber der Kirschblüte sehr ähnlich sehen und wie eine Rasen auf großer Fläche wachsen, haben sie in Japan ihren neuen Namen Shibazakura (芝桜), übersetzt Rasen-Kirschblüte, erhalten. Auf Deutsch wird sie Polster-Phlox genannt. Beim Festival findet ihr verschiedenfarbige Sorten in Pink-, Weiß- und Violetttönen. Mir hat vor allem die Tamano-nagare-Blüte sehr gefallen.

Wie kommt man zum Festival?

Das Shibazakura Festival am Fuji liegt etwas außerhalb und ist deshalb nicht ganz einfach zu erreichen. Mit der Bahn könnt ihr bis zum Bahnhof Kawaguchiko (河口湖駅) fahren. Von dort gibt es einen Shuttlebus zum Festivalgelände, mit dem man etwa eine halbe Stunde unterwegs ist. Der Shibazakura Liner kostet für Hin- und Rückfahrt ¥ 2,000 für Erwachsene, der Eintrittspreis von ¥ 600 für das Festival ist hierbei aber schon enthalten. Alternativ gibt es auch vom Shinjuku Highway Bus Terminal eine direkte Busverbindung zum Festival, welche auch nur während des Festivalzeitraums angeboten wird. Die Fahrt dauert von Shinjuku etwa 2 ½ Stunden. Aber auch zahlreiche Reiseveranstalter bieten zu dieser Zeit extra Bustouren für das Festival an.


❀ I N F O ❀

Besucht: 7. Mai 2017
Eintritt: ¥ 600 für Erwachsene
¥ 250 für Kinder ab 3 bis zum Beginn der Mittelschule
Gruppenrabatte möglich
Öffnungszeiten:  Festival 2017: 15. April bis 28. Mai
Täglich 8:00 bis 17:00 Uhr
Adresse:
山梨県南都留郡富士河口湖町本栖212
Yamanashi-ken, Minamitsuru, Fujikawaguchiko, Motosu 212 
Lage:
Ca. 3 km vom Motosu-See, siehe oben. 
Webseite:

 

 

 

Privates Bad im Hakone Yuryo Onsen

Onsen – heiße Quellen – sind in Japan sehr beliebt und in manchen Regionen kann man viele dieser Bäder finden. Die meisten davon sind nach Geschlechtern getrennt – was macht man aber nun, wenn man als Pärchen oder mit der Familie zusammen das heiße Wasser genießen möchte? Manche Onsen-Betriebe bieten dafür private Zimmer (貸切温泉 oder 貸切部屋) an, so unter anderem auch das Hakone Yuryo in Hakone, etwa 90 Minuten von Tokyo entfernt.

Hakone Yuryo Onsen

Das Hakone Yuryo (箱根湯寮) wurde im Frühjahr 2013 auf dem ehemaligen Gelände des Hakone Begonia Garden eröffnet und befindet sich in der Nähe des Bahnhofes Hakone-Yumoto (箱根湯本駅). Das Gebäude erinnert an ein typisch japanisches Wohngebäude und ist von Grün umgeben. Darin findet man nach Geschlechtern getrennte Bäder sowohl innen als auch außen. Für Familien und Paare gibt es 19 verschiedene Bäder zur privaten Nutzung, die sich je nach Anzahl der Personen von der Größe unterscheiden und man stundenweise mieten kann. Von diesen Open-Air-Bädern hat man einen tollen Blick in den Wald und die Berge. Alle Zimmer haben zu dem einen Tisch und Sitzgelegenheit, eine Klimaanlage, sowie Shampoo zum Reinigen vor dem Baden und einen Fön zum Haare trocknen für danach. In Privaträumen werden auch Handtücher zur Verfügung gestellt.

Der Eintritt in den öffentlichen Bereich kostet ¥ 1,400 pro Person. Wenn ihr nur eines der privaten Zimmer benutzen und nicht in den normalen Badebereich möchtet, braucht ihr diese Gebühr aber nicht bezahlen.

Die Privaträume variieren im Preis pro Stunde bei Zimmergebühren von ¥ 3,900 für 18m², ¥ 4,900 für 24m² bis zu ¥ 5,900 für 32m². Hält man sich länger in den Räumen auf, fallen weitere Gebühren je 30 Minuten an. Allerdings wird man angeraten die Zeit nicht zu überschreiten, da viele Reservierungen vorliegen. Alle 19 Räume haben ihren eigenen Namen, meist nach einer Pflanze benannt. Bisher war ich zwei mal in den mittelgroßen Räumen, einmal im Yamazakura und einmal im Botan. Bilder zu den einzelnen Räumen findet ihr hier. Eine vorherige Reservierung ist telefonisch ab einen Monat vorher möglich und empfehlenswert.

Wie in Japan üblich, sind Tattoos im Onsen verboten. In den Privaträumen ist dies aber unerheblich, weil einen niemand darin sieht. Zu den anderen Bereichen kann ich nicht viel sagen, weil ich dort nicht war. Es soll allerdings noch ein Restaurant mit japanischen Gerichten geben, sowie Massageräume. Zudem hat das Gebäude einen schönen Innenhof mit Sitzgelegenheiten und Getränkeautomaten. Man kann sich auch nach dem warmen Bad ein Softeis gönnen.

 


❀ I N F O ❀
Besucht: 22. Februar 2014 | 12. Juli 2014
Eintritt: Öffentlicher Bereich ¥ 1,400.
Privaträume variieren (siehe oben).
Öffnungszeiten: Werktags 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr (letzter Einlass 20:00 Uhr)
Wochenende / Feiertags 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr (letzter Einlass 21:00 Uhr)
Geschlossen: temporäre Schließung zur Wartung (Webseite beachten)
Adresse: 神奈川県足柄下郡箱根町塔之澤4
Kanagawa-ken, Ashigarashimo-gun, Hakone-machi, Tonosawa 4
Lage: Vom Bahnhof Hakone-Yumoto fährt alle 10-15 Minuten ein kostenloser Shuttelbus zum Onsen. Die Fahrt dauert etwa 3 Minuten
Webseite: Englische Website

Edo-Tokyo Open Air Architektur Museum

Noch heute interessieren sich viele Leute für das alte Tokyo und seine Architektur. Im Edo-Tokyo Open Air Architektur Museum (江戸東京たてもの園, Edo-Tokyo Tatemono En) findet ihr Gebäude aus der Edo-Zeit, aber auch viele Bauwerke aus dem Tokyo vor dem zweiten Weltkrieg. Taucht ein in ein Stück Architekturgeschichte!

Edo Tokyo Architectural Museum

Im Laufe der Jahrhunderte wurden in Japan viele Gebäude durch Feuer, Erdbeben, Überschwemmungen und Kriege zerstört. Doch ein Teil dieser Geschichte lebt im Edo-Tokyo Open Air Architektur Museum wieder auf. Das Freiluftmuseum mit seinen 70.000 m² Fläche wurde 1993 im Westen Tokyos im Koganei Park eröffnet. Die meisten der Gebäude stammen aus der Meiji-Zeit (1868-1912) und der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, manche Gebäude gehen geschichtlich aber noch weiter zurück.

Das Areal ist in verschiedene Zonen aufgeteilt, in denen sich durch Wege getrennt die verschiedenen Bauwerke befinden. Die meisten könnt ihr betreten, ihr müsst allerdings oft die Schuhe ausziehen – daher empfiehl es sich, wenn ihr einen Besuch des Edo-Tokyo Open Air Architektur Museums plant, Schuhe anzuziehen, aus denen ihr leicht raus und rein schlüpfen könnt. Innen findet ihr oft Einrichtungsgegenstände aus dem entsprechenden Zeitalter, in manchen steht allerdings die Architektur mehr im Vordergrund.

 

Center Zone

Die erste Zone betritt man gleich am Eingang mit dem Visitor Center, dem früheren Kokaden Palast, der 1940 als temporäre Zeremoniehalle vor dem Kaiserpalast errichtet wurde. Ein Jahr später wurde er in de Koganei Park versetzt und später als Besucherzentrum umgestaltet. Innen befinden sich verschiedene Ausstellungsstücke. Im inneren Areal des Open Air Museums findet ihr das prachtvolle Jisho-in Mausoleum und verschiedene Gebäude aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit Gartenanlagen.

West Zone

In der West Zone findet ihr zahlreiche Gebäude mit verschiedenen architektonischen Stile aus der Meiji-Zeit sowie Farmhäuser aus der Edo-Zeit (1603-1867). Hier waren für mich vor allem die Residenz von Hachirouemon Mitsui mit dem schönen japanischen Garten und das Tokiwadai Photo Studio interessant. Vor allem letzteres Gebäude von 1937 zeigt im Inneren ältere Fotografentechnik. Aber auch die Farmhäuser mit ihren Gerätschaften sind sehr beeindruckend. Im Haus von Georg de Lalande, einem deutschen Architekt des japanischen Jugendstils, gibt es sogar ein Restaurant.

East Zone

Die dritte Zone ist fast die interessanteste mit der Shitamachi-naka-Straße, an der sich verschiedene Geschäftshäuser, wie zum Beispiel ein Sojasoßen-Laden, ein Blumengeschäft, ein Schreibwarengeschäft, Küchenausstatter und mehr aufreihen. In allen Läden kann man entdecken, was dort in den vergangenen Zeiten verkauft wurde. Am Ende der Straße befindet sich das öffentliche Badehaus Kodakara-yu, in dem der Fuji an die Wand gemalt wurde.

Neben diesen drei Zonen gibt es noch verschiedene Ausstellungsstücke zu sehen, sowie ein Wäldchen und eine Blumenwiese. Eine englisch-sprachige Broschüre erhaltet ihr beim Eingang. Zudem stehen vor allen Häuser Informationstafeln und im Innern liegen laminierte Informationsseiten auf Japanisch und Englisch über die Geschichte der einzelnen Gebäude aus.

Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich etwas für Architektur und Geschichte interessieren. Es heißt sogar, dass sich der Ghibli-Regisseur Hayao Miyazaki hier für den Film Chihiros Reise ins Zauberland inspirieren lassen hat. So stamm sogar das kleine grüne Maskotchen des Museums, Edomaru, aus seiner Feder. Zudem kann man im Anschluss an den Museumsbesuch noch einen Spaziergang im Koganei Park (小金井公園) machen, der vor allem im Frühling mit seinen Pflaumen- und Kirschblüten erstrahlt.


❀ I N F O ❀
Besucht: 28. März 2017
Preise: ¥ 400 für Erwachsene
sowie weitere Abstufungen nach Alter & Gruppenrabatt
Öffnungszeiten: 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr (April – September)
9:30 Uhr bis 16:30 Uhr (Oktober – März)
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung 
Geschlossen: jeden Montag (wenn Montag Feiertag ist, dann am nächsten Tag geschlossen) sowie während der Neujahrsfeiertage
Adresse: 東京都小金井市桜町3-7-1(都立小金井公園内)
Tokyo, Koganei-shi, Sakuramachi 3-7-1 (im Koganei Park)
Lage: Vom JR-Bahnhof Musashi-Koganei mit dem Bus zu den Haltestellen Koganei-koen Nishi-guchi (Seibu Bus) oder Edo-Tokyo Tatemono-en mae (Kanto Bus). Am Bahnhof befindet sich auch eine Informationstafel für den Bus.
Webseite: Offical Website

 

Yokohama Trick Art Cruise

Das Trick Art Museum ist inzwischen an vielen Orten in Japan vertreten. Seit dem 13. September 2016 gibt es dieses nun auch in Yokohama. Und da Yokohama eine Hafenstadt ist, hat es sich auch auf dieses Thema spezialisiert. Kommt also mit auf die Yokohama Trick Art Cruise!

Yokohama Trick Art Cruise

Gleich zu Beginn wird euch eine optische Täuschung mit Schiffen gezeigt, die euch auf das Thema einstimmt. Im Museum findet ihr mehrere solcher Bilder mit optischen Täuschungen und anderen unwirklichen Wahrnehmungen. Was passiert, wenn ihr in eine sich drehende Spirale und danach auf ein Korallenbild schaut? Was tritt zum Vorschein, wenn ihr das Licht in der Lampe zum Erlöschen bringt? Und schafft ihr es das Gold aus der Schatztruhe zu berühren? Viele dieser Dinge sind wirklich beeindruckend.

Yokohama Trick Art CruiseHighlight sind allerdings die 2D-Bilder, die einen 3D-Eindruck machen und mit denen man sich fotografieren kann. Die Yokohama Trick Art Cruise teilt sich hierfür in vier Bereiche:

  • Departure Zone
  • A Voyage of Exploration Zone
  • Strange Ship Zone
  • Treasure Hunt Zone

Im ersten Bereich könnt ihr euch auf einem imaginären Sofa mit Robben fotografieren lassen oder am Schiffsanker hängend mit Delfinen. Im nächsten Bereich geht es in den Dschungel. Verfolgt vom Dinosaurier oder gegrillt vom Affen. Im Kanu könnt ihr euch den Abhang hinunter stürzen oder einen Totempfahl halten. Die Strange Ship Zone bietet einen kleinen Raum, der optisch mit den Größenverhältnissen spielt. Auch eine Meerjungfrau ist mit an Bord. Zum Abschluss könnt ihr einem Piratenskelett den Schatz klauen und mit Robben tauchen gehen. Auch ein kleiner Souvenirshop befindet sich am Ausgang.

Das Trick Art Museum in Yokohama ist noch recht unbekannt. Als wir an einem Samstagnachmittag da waren, hatte ich eigentlich einiges an Menschen erwartet, aber das Gegenteil war der Fall. Es waren kaum Leute dort und wir konnten in Ruhe Fotos machen.

Es empfiehlt sich natürlich mindestens zu Zweit in ein Trick Art Museum zu gehen, damit einer Fotografieren und der andere Posen kann. Wenn nicht allzu viel los ist, kann aber auch einer der Mitarbeiter ein paar Fotos machen. Diese sind einem auch manchmal beim Finden der richtigen Pose oder des passenden Winkel zum Fotografieren behilflich. Weiterhin gibt es zu allen Bildern auch eine Erklärung auf Englisch, Japanisch und Chinesisch.

Ein Besuch im Trick Art Museum macht auf jeden Fall viel Spaß und man kann einige tolle Fotos mit nach Hause nehmen. Zudem besticht die Yokohama Trick Art Cruise mit ihrer Lage in der 4. Etage des Yokohama Landmark Plaza – auf einer Ebene mit Pokemon Center, JUMP Shop und Ghibli Store. Eine gute Abwechslung vom Shoppen.

 


❀ I N F O ❀
Besucht: 11. März 2017
Preise: ¥ 700 für Erwachsene
¥ 500 für Kinder (bis Mittelschule)
Kinder unter 3 Jahren kostenlos
Öffnungszeiten: 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Letzter Einlass 19:30 Uhr 
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 神奈川県横浜市西区みなとみらい2-2-1 横浜ランドマークプラザ4F
Kanagawa-ken, Yokohama-shi, Nishi-ku, Minatomirai  2-2-1 Yokohama Landmark Plaza, 4. Etage
Lage: Vom JR-Bahnhof Sakuragicho etwa 5 Minuten zu Fuß.
Vom Bahnhof Minatomirai etwa 3 Minuten zu Fuß.
Webseite: Offical Website

 

Enoshima Aquarium

Noch vor der Insel Enoshima befindet sich auf dem Festland in der Stadt Fujisawa das Enoshima Aquarium. Mit seinen etwa 20.000 Meeresbewohnern gehörte es zu den größten Aquarien in der Metropolregion um Tokyo.

Enoshima Aquarium

Das Enoshima Aquarium (江の島水族館) wurde am 1. Juli 1954 als erstes modernes Aquarium Japans eröffnet. Im Laufe der Jahre erfolgten viele Veränderungen. Ende 2003 wurde es komplett geschlossen um im April 2004 als New Enoshima Aquarium (新江ノ島水族館) am heutigen Standort wiedereröffnet zu werden. Auch seitdem fanden viele Änderungen und Erneuerungen statt.

Heute ist das Aquarium auf zwei Etagen in 12 Zonen eingeteilt:

1. Sagami Bay Zone
2. Deep Sea Part I
3. Jellyfish Fantasy Hall
4. Pacific Ocean
5. Research by His Majesty Akihito
6. Jelly Fish Science
7. Penguins and Seals
8. Deep Sea Part II
9. Sea Turtle Beach
10. Beach Experience Hall
11. Dolphin Show Stadium
12. Touch Pool

Durch die Einteilung kann man bei den meisten Bereichen schon erahnen, was einen dort erwarten wird. In der Sagami Bay Zone findet man viele einheimische Lebewesen aus der Sagami-Bucht, welche direkt vor den Toren des Aquariums liegt. In dem riesigen Tank, der auch mit die Hauptattraktion des Aquariums darstellt, kann man viele Meeresbewohner erkunden und beobachten.

Ein weiteres Highlight ist die Jellyfish Fantasy Hall, die in verschiedenen Becken Quallen präsentiert. Während der Show „Kurage no Sora“ wird dieser Bereich besonders beleuchtet und 3D-Projektionen eingespielt.

Im Außenbereich befinden sich Becken für die Schildkröten, wohingegen sich die Pinguine und Robben innen aufhalten. Letztere Bereich wird auch oft für Sonderausstellungen mit bestimmten Themen genutzt.

In der Research-Zone findet man Forschungsaufzeichnungen der Kaiserfamilie, angefangen vom ehemaligen Kaiser Hirohito, über den noch amtierenden Kaiser Akihito sowie Prinz Akishino. In der Beach Experience Hall werden Workshops rundum das Wissen, Lernen und Denken zum Thema Meeresküste gehalten. Und vor allem für Kinder ist sicher der Touch Pool interessant, in dem man Seeschnecken und verschiedene Fische anfassen kann.

Im Dolphin Show Stadium finden die Delfinshows statt, wobei ich diese immer mit einem bitteren Beigeschmack betrachte. Zudem gibt es dort auch ein Delfin-Zuchtbecken.

Natürlich beinhaltet das Aquarium verschiedene Cafés mit besonderem Essen, wie beispielsweise Schildkröten-Melonpan und Jellyfish Soda. Allerdings war der Geschmack dort nicht so überragend. Geht lieber in einem der Restaurants außerhalb des Aquariums essen und gebt dort das Geld lieber im Souvenirshop für Andenken und Mitbringsel aus.

Der Eintritt kostet für Erwachsene kostet ¥ 2100, wenn ihr einen Studentenausweis besitzt nur ¥ 1500. Für Kinder gibt es weitere Abstuffungen. Ihr dürft das Aquarium auch zwischendurch verlassen – holt euch dafür beim Ausgang einen Stempel ab, mit dem ihr wieder herein gelassen werdet.

 


❀ I N F O ❀
Besucht: 1. Juli 2014 + 23. Februar 2016
Preise: ¥ 2100 für Erwachsene
weitere Preiskategorien findet ihr auf der offiziellen Webseite
Öffnungszeiten: März bis November: 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Dezember bis Februar: 10:00 Uhr bis 17:0 Uhr
Teilweise finden auch Veränderung der Öffnungszeiten statt. 
Geschlossen: keine Schließtage, Information auf Webseite beachten
Adresse: 神奈川県藤沢市片瀬海岸2-19-1
Kanagawa-ken, Fujisawa-shi, Katase Kaigan 2-19-1
Lage: Etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Katase-Enoshima (Odakyu Line), vom Bahnhof Enoshima (Enoden-Line) etwa 10 Minuten zu Fuß.
Webseite: Offical Website