Sasuke Inari Schrein in Kamakura

Kamakura hat unzählige Schreine und Tempel. Viele davon sind sehr beliebt und von Touristen überlaufen. Ein paar davon sind aber auch weniger bekannt, lohnen aber trotzdem einen Besuch. Einer davon ist der Sasuke Inari Schrein, den ich euch heute vorstellen möchte.

Sasuke Inari Schrein Kamakura

Geschichte des Schreins

Hinter der Entstehung des Sasuke Inari Jinja (佐助稲荷神社) gibt es verschiedene Erzählungen. So heißt es, das dem Gründer des Schreins, Minamoto Yoritomo, während seiner Zeit im Exil auf der kleinen Insel Hirugakojima in Izu im Traum ein alter Mann aus dem Hidden Village (Kakurezato), einem versteckten Ninjadorf in Kamakura, begegnete (in anderen Erzählungen ist es ein Fuchs). Dieser war ein Gesandter des Inari Gottes und sagte ihm wann und wie er seine Gegner in der Schlacht gegen den Taira Klan angreifen sollte. Minamoto gewann daraufhin die Schlacht und wurde zum Shogun. Aus Dankbarkeit ließ er im Jahre 1195 diesen Schrein errichten, ganz in der Nähe des besagten Hidden Village.

Was gibt es dort zu sehen?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Sasuke Inari Jinja um einen Inari-Schrein, der dem Inari Okami gewidmet ist, dem japanischen Gott der Füchse. Dementsprechend findet man vor Ort zahlreiche kleine und große Fuchsstatuen. Diese stehen dort wirklich überall, manche noch recht frisch, manche aber schon recht lange, da sie von der Witterung gezeichnet und vom Moos überwachsen sind.

Allgemein befindet sich der Schrein auf einem Berg in Mitten des Waldes, was eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft. Das Hauptgebäude ist dabei nicht besonders auffällig. Interessanter sind die vielen kleinen aus Holz oder Stein gebauten Miniaturschreine mit den vielen Fuchsfiguren.

Highlight des Schreines sind natürlich die zahlreichen roten Torii, die Eingangstore zum Schrein, die den Weg dorthin säumen. Man muss einige Stufen erklimmen, um zum eigentlichen Schrein zu kommen, die Torii um einen herum lenken einen dabei aber sehr gut ab. Man bekommt hierbei auch Erinnerungen an den berühmten Fushimi Inari Schrein in Kyoto.

In einem kleinen Gebäude gibt es sowohl die Fuchsfiguren zu kaufen, als auch Ema, Omamori und Omikuji. Die Holztafeln bilden natürlich ebenfalls Füchse und rote Torii ab.

Da der Schrein nicht allzu bekannt ist, waren auch kaum Menschen dort. Man kann dort also die Ruhe genießen und diesen besonderen Ort auf sich wirken lassen.

Vom Bahnhof Kamakura benötigt man etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Schreins. Der Weg führt dabei durch ein Wohngebiet. Kleine Hinweistafeln weisen einem zudem die Richtung. Neben dem Zeniarai Benten gehört der Sasuke Inari Schrein auch zum Daibutsu Wanderweg.


❀ I N F O ❀

Besucht: 5. Juli 2017
Preise: kostenlos
Öffnungszeiten: keine Öffnungszeiten
Adresse: 神奈川県鎌倉市佐助2-22-12
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Sasuke 2-22-12
Lage: Etwa 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura
Webseite: Kamakura Kangou (Japanisch)

 

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Der Meigetsu-in Tempel in Kamakura
Unterwegs in der Präfektur Kanagawa

Meigetsu-in Tempel in Kamakura

Der Meigetsu-in Tempel befindet sich im nördlichen Teil Kamakuras und ich vor allem im Juni und Anfang Juli ein beliebtes Ziel für Kamakura Touristen. Warum? Zu dieser Zeit blühen dort die Hortensien, und dafür ist dieser Tempel auch bekannt. Ich habe ihn bereits zum zweiten Mal besucht und möchte euch diesen Tempel heute vorstellen.

Meigetsu-in Kamakura

Geschichte des Meigetsu-in

Gegründet wurde der Meigetsu-in (明月院) im Jahre 1160 durch Yamanouchi Tsunetoshi unter dem Namen Meigetsu-an als Ruhestätte für dessen Vater Toshimichi, der ein Jahr zuvor in einer Schlacht starb. 1256 beschloss Hojo Tokiyori dann auf diesem Gebiet einen Tempel names Saimyoji zu errichten. Dieser wurde später zum Vorgänger des neuen Zenkoji Tempels, der durch Tokiyoris Sohn errichtet wurde.

1380 wurde Uesugi Norikata durch den Shogun aufgefordert, den Zenkoji mit dem Bau weiterer Gebäude zu fördern. Das Gebiet wurde vergrößert und weitere Untertempel geschaffen. Der Zenkoji galt stand unter den zehn großen buddhistischen Tempeln der Kanto-Region auf dem obersten Platz. Der Meigetsu-in agierte währenddessen als Tochtertempel des Zenkoji.

Nach der Meiji-Restauration im Jahre 1867 wurde der Zenkoji bald abgebaut und nur der Meigetsu-in bliebt erhalten. Er gehört heute der Kencho-ji Schule der Rinzai Zen Sekte an. Der Kencho-ji Tempel liegt nur ein Stück von Meigetsu-in entfernt.

Sehenswürdigkeiten des Meigetsu-in

Eines der Highlights des Tempels ist die Haupthalle (Hojo) mit dem runden Fenster, welches einen Blick in den inneren Garten gewährt. Der Blick durch das Fenster ist eine einmalige Kulisse und ein gefragtes Fotomotiv. Der innere Garten ist bekannt für seine Iris-Blüte, allerdings ist dieser nur selten für Besucher geöffnet und kostet dann eine zusätzliche Gebühr.

Ein Stück weiter findet man die Gründerhalle (Soyudo), welche dem Gründer des Tempels gewidmet ist. Gleich daneben ist die Yagura-Höhle, eine Grabstätte, die als größte dieser Art in Kamakura gilt. Darin befinden sich verschiedene Statuen, aber auch der Grabstein von Uesugi Norikata. Hier soll auch die Grabstätte von 1160 sein. An einer anderen Stelle des Geländes befindet sich weiterhin das Grab von Hojo Tokiyori.

Da der Meigetsu-in aufgrund seiner Schreibung auch als Mond-Tempel bezeichnet wird, und Japaner mit dem Mond Hasen verbinden, findet man neben Hasenfiguren auch echte Hasen in einem Gehege auf dem Tempelgelände. Auch ein Teehaus, einen Steingarten sowie einen kleinen Bambuswald gibt es zu sehen.

Vor allem nach Beginn der Regenzeit kommen die meisten Touristen zum Meigetsu-in. Denn ein großer Teil des Geländes besteht aus Hortensien, die alle im Juni und Anfang Juli blühen. Dann erstrahlt alles in einem Mix aus Blau, Lila und Weiß und die Blütenpracht lohnt es sich wirklich zu sehen. Der Tempel ist deshalb auch als Hortensien-Tempel, die im Japanischen Ajisai (紫陽花) genannt werden, bekannt.

Der Meigetsu-in befindet sich etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura entfernt. Der Eintritt koster 300 Yen, wird während der Blütezeit der Hortensien allerdings auf 500 Yen erhöht. Besuchen könnt ihr den Tempel täglich zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, im Juni sogar von 8:30 bis 17:00 Uhr.

 

 


 ❀ I N F O ❀
Besucht: 20. Oktober 2016 + 4. Juli 2017
Preise: ¥ 300 (während der Hortensienblüte ¥ 500)
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Juni: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 神奈川県鎌倉市山ノ内189
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Yamanouchi 189
Lage: Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kita-Kamakura (JR Yokosuka Line)
Webseite: Website (Japanisch)

 

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Die große Kannon in Ofuna

Eine riesige Kannon Statue ganz in der Nähe von Tokyo? Ja, so eine befindet sich auf dem Weg zwischen Tokyo und Kamakura. Da sie aber trotz ihrer Größe bei Touristen noch recht unbekannt ist, lohnt sich diese als kleiner Abstecher ab von den Menschenmassen. Ich stelle euch die Ofuna Kannon hier einmal vor.

Ofuna Kannon

Eigentlich handelt es sich bei der Ofuna Kannon gar nicht um eine einzelne Statue, sondern um einen Tempel mit dem Namen Ofuna Kannon-ji (大船観音寺). Dieser befindet sich auf einem Hügel nur wenige Minuten vom Bahnhof Ofuna entfernt, von dem aus man die weiße Statue auch schon sehen kann. Allerdings ist der Weg nach oben etwas versteckt. Der Eintritt kostet 300 Yen.

Die Bodhisattwa Kannon ist 25 Meter hoch. Die Arbeiten an der Statue begannen 1929 und die Außenform war 1934 vervollständigt. Die Fertigstellung zögert sich allerdings aufgrund des Krieges bis 1960 hinaus, da die Arbeiten erst 1954 wieder aufgenommen werden konnten. Im Inneren befinden sich der Tempel sowie ein kleines Museum.

Natürlich gibt es vor Ort wie an allen Tempeln Ema (Holztafeln) und Omikuji (Papierstreifen mit Wahrsagungen) zu kaufen. Hier natürlich mit dem besonderen Design der Ofuna Kannon. Auch Figuren davon kann man sich kaufen.

Auch das Areal um die Statue bietet einige zu sehen. Allein die roten Lampen und Fahnen haben eine beeindruckende Wirkung. Es gibt weitere Tempelgebäude und kleiner Statue.

Ein wichtiger Bestandteil des Tempels ist das Andenken an die Atombomben des zweiten Weltkrieges auf Hiroshima und Nagasaki. Dazu gehören nicht nur ein Gedenkstein und ein Platz für Papierkraniche, sondern auch die Flamme der Atombombe (原爆の火), eine Laterne mit ewig brennendem Feuer.

Der Ofuna Kannon Tempel hat mir sehr gefallen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Am besten als Zwischenstopp für eine knappe Stunde auf dem Weg nach Kamakura und Enoshima.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 7. Januar 2016
Preise: ¥ 300
Öffnungszeiten: unbekannt
Geschlossen: unbekannt
Adresse: 神奈川県鎌倉市岡本1-5-3
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Okamoto 1-5-3
Lage: Etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ofuna.
Webseite: Offical Website

 

[Tempel] Gotokuji Tempel (Maneki Neko)

Es wird gesagt, dass Gotokuji Tempel (豪徳寺) der Geburtsort der Maneki Neko, der winkenden Katze, ist. Der Tempel befindet sich im Westen Tokyos, in Setagaya, und ist umgeben von Bäumen. Es gibt viele Legenden rund um den Ursprung der Maneki Neko, aber die vom Gotokuji gehört zu den bekanntesten.

Gotokuji Tempel Tokyo

Die Geschichte geht zurück in das 17. Jahrhundert. Im Tempel lebte ein von Armut geplagter Priester zusammen mit seiner Katze, mit der er sogar sein Essen teilte. Er sagte ihr, dass sie etwas Glück zu dem Tempel bringen soll, wenn sie dafür dankbar ist. Eines Tages saß die Katze am Eingang des Tempels und putzte sich. Der Herrscher von Hikone mit seinen Samurai kam vorbei, sah die Katze und dachte, dass sie ihm zuwinkt. Aufgrund dessen ging er zu dem Tempel und entschied dort eine Rast zu machen. Währenddessen fing es an zu regnen. Dankbar, weil er durch die Pause im Tempel nicht nass geworden ist, überschüttete er den Priester und den Tempel mit Geschenken. Als die Katze starb, wurde für sie ein eigener kleiner Schrein auf dem Tempelgelände errichtet und somit entstand die Maneki Neko.

(Alle Angaben ohne Gewähr. Wie Legenden nun mal sind, steht überall etwas anderes. Es wird auch erzählt, dass die Katze den Herrscher vor einem Blitz gerettet hat, der in den Baum eingeschlagen ist, unter dem er Schutz gesucht hatte.)

Es gibt eine große Anzahl an Keramik-Katzen am Gotokuji Tempel und die meisten haben das gleiche Design. Jedoch gibt es in ganz Japan ganz viele Varianten der Maneki Neko – in Farbe und Komplexität – aber immer winkt sie mit einer Pfote. Eine erhobene rechte Pfote soll Geld bringen, wohingegen die linke Pfote Kunden in Geschäft locken soll. Zudem haben die Katzen meist ein Halsband, ein Glöckchen oder ein Lätzchen um.

Im Shop am Tempel kann man sich natürlich auch eine der Maneki Neko Figuren in verschiedenen Größen als Souvenir kaufen. Oder man nimmt ein Ema, ein Holztäfelchen auf das man Wünsche an die Götter schreibt – natürlich auch im schönen Maneki-Neko-Design. Ob man es dann am Tempel aufhängt oder mit nach Hause nimmt, ist natürlich hierbei jedem selbst überlassen.


❀ I N F O ❀
Besucht: 28. Mai 2014
Eintritt: kostenlos (¥ 0)
Öffnungszeiten: Das Tempelgelände ist täglich von 6:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Der Verkaufsbereich erst ab 8:00 Uhr.
Adresse: 東京都世田谷区豪徳寺2-24-7
Tokyo, Setagaya-ku, Gotokuji 2-24-7
Lage: Der nähste Bahnhof ist Miyanosaka auf der Setagaya-Line. Von dor sind es nur 2 Minuten zu Fuß. (Von Shibuya nach Sangenjaya mit der Denentoshi-Line und dann dort zur Setagaya-Line umsteigen).

Alternativ kann man mit der Odakyu-Line von Shinjuku bis zum Bahnhof Gotokuji fahren und läuft von dort 15~20 Minuten.
Webseite: Quelle