Die Golden Week in Japan

Die Golden Week ist eine Aneinanderreihung von vier japanischen Feiertage, die es vielen ermöglicht einen etwas längeren Zeitraum frei zu haben. Das macht die Golden Week neben den Neujahrsferien und der Obon-Zeit im August zu einer der beliebtesten Reisezeiten in Japan. Fast ganz Japan hat frei und ist unterwegs, denn das Wetter spielt zu dieser Jahreszeit auch meist mit.

Golden Week in Japan

Welche Feiertage gehören zur Golden Week?

Wie bereits gesagt entsteht die Golden Week (ゴールデンウィーク), auch oft nur mit GW abgekürzt, aus vier Feiertagen, die Ende April und Anfang Mai stattfinden. Dabei handelt es sich um den Showa-Tag, den Verfassungstag, den Tag des Grüns und den Kindertag. Hinzu kommt die japanische Regelung, dass, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, der darauf folgende Werktag ebenfalls zum Feiertag (振替休日, Furikae Kyujitsu) wird. Und das kommt bei vier Feiertagen in einer Sieben-Tage-Woche häufiger vor.

Aber nun zu den einzelnen Feiertagen an sich.

29. April – Shōwa-Tag (昭和の日, Showa no hi)

Am Showa-Tag wird in Japan der Geburtstag des Showa-Kaisers Hirohito gefeiert, der von 1926 bis zu seinem Tod im Jahre 1989 regierte. Nach seinem Tod hieß der 29. April Tag des Grüns, welcher aber 2007 auf den 4. Mai verlegt wurde und somit erhielt der Showa-Tag seinen Namen zurück. An diesem nationalen Feiertag soll an die Regierungszeit Hirohitos und die Showa-Zeit erinnert werden.

3. Mai – Verfassungstag (憲法記念日, Kenpo Kinenbi)

Wie der Name sagt, wird am Verfassungstag der Einführung der heute noch gültigen Verfassung gedacht, welche an diesem Tag im Jahre 1947 in Kraft gesetzt wurde. Sie wurde bereits im November des Vorjahres vom ersten frei gewählten Parlament Japans und vom Tenno verabschiedet.

4. Mai – Tag des Grüns (みどりの日, Midori no Hi)

Dieser Tag wurde wie oben erwähnt von 1989 bis 2006 am 29. April gefeiert, bis er 2007 auf den 4. Mai verschoben wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war der 4. Mai eine Art Brückentag bzw. ein genereller Volksfeiertag (国民の休日, Kokumin no Kyūjitsu) ohne spezielle Bezeichnung, der eingerichtet wurde, um die beiden Feiertage vorher und hinterher zu verbinden. Der Tag des Grüns geht zurück auf die Naturverbundenheit des Showa-Kaisers und ist heute noch der Natur und Umwelt gewidmet.

5. Mai – Kindertag (こどもの日, Kodomo no Hi)

Der 5. Mai war ursprünglich der Tag der Jungen, an dem viele japanische Familien Koinobori (Karpfenfahnen) für ihre Söhne vor ihrem Haus auf hingen. Diese Tradition hat sich bis heute fortgesetzt und man kann bereits einige Tage zuvor viele der fliegenden Karpfen sehen. Da der Mädchentag am 3. März allerdings kein Feiertag ist, wurde sich dazu entschiedenen, den 5. Mai seit 1948 als Kindertag allen Kindern zu widmen.

Koinobori
Koinobori in Yokohama

Übrigens hat nicht GANZ Japan frei, wie es so schön in den Medien immer wieder berichtet wird. In Japan sind die meisten Geschäfte jeden Tag geöffnet, egal ob Sonn- oder Feiertag. Die Verkäufer- und Verkäuferinnen müssen auch zu dieser Zeit in den Geschäften stehen, vor allem da der Andrang während der Golden Week noch höher ist. Gleiches gilt für Restaurants, Hotels, Freizeitparks und sonstige Sehenswürdigkeiten, zu denen die ganzen Menschen während ihrer freien Tage hinwollen. Irgendwie müssen die Massen ja bewältigt werden.

Das Glück der Golden Week haben oft Büro-Firmen, Schulen, teilweise Fabriken und kleinere Unternehmen. Dort gibt der Chef zusätzlich zu den Feiertagen auch oft die Anordnung, dass eine ganze Woche frei ist. Das betrifft viele japanische Arbeitnehmer, aber längst nicht alle. Manche Firmen nutzen diese Zeit sogar, um an den Feiertagen zurückliegende Arbeit aufzuholen.

 

Was solltest du beim Reisen während der Golden Week beachten

Oft wird ausländischen Touristen empfohlen die Golden Week als Reisezeitraum zu umgehen, denn, da halb Japan unterwegs ist, ist es auch überall ziemlich voll. Die Reiseindustrie reagiert damit, dass Hotels und Flüge während der Golden Week teurer sind und auch manche Tickets und Eintrittskarten mehr kosten. Vor allem an Attraktionen und Sehenswürdigkeiten können sich lange Warteschlangen bilden und auch bei besonderen Restaurants und Cafés muss oft länger angestanden werden. Viele nutzen die freien Tage um shoppen zu gehen, so sind viele Kaufhäuser hoffnungslos überfüllt und das Einkaufen macht teilweise keinen Spaß mehr.

Allerdings finden ausgerechnet zur Golden Week extra Veranstaltungen sowie Festivals statt, darunter das Meiji Jingu Shrine Grand Festival, das Oktoberfest und das Niku Festival in Odaiba, das Tokyo Rainbow Pride Festival in Harajuku/Yoyogi, das Furusato Matsuri in Hibiya und viel viel mehr. Zahlreiche Menschen zieht es zu den Blütenprachten rund um Tokyo, die gerade Anfang Mai erstrahlen und einige Geschäfte geben Sonderrabatte. Also doch ein Grund nach Japan zu reisen?

Bei einer Reise während der Golden Week solltest du unbedingt darauf achten Hotels frühzeitig zu buchen, denn viele sind schnell ausgebucht oder haben nur noch teure Zimmer übrig. Auch Reservierungen von Zugfahrten solltest du schnell erledigen, wenn du sicher sein willst, dass du bei der Fahrt im Shinkansen sitzen möchtest. Das gleiche gilt für Mietwagen, aber sei auch hier darauf vorbereitet, dass auf den japanischen Autobahnen während der Golden Week viel los ist. Viele Büros haben während der Golden Week ebenfalls geschlossen, dazu zählen neben Banken auch oft Postfilialen.

Wenn du den Menschenmassen doch irgendwie entkommen möchtest, kannst du nach ein Zielen abseits der Touristenroute suchen, meist aus den Großstädten hinaus in eine etwas ländlichere Richtung. Dort sollte es auch zur Golden Week nicht zu voll sein.

[Zugfahren] Japan Rail Pass

Wer auf seiner Japanreise viele verschiedene und vor allem weit entfernte Orte besuchen will, für den ist der JAPAN RAIL PASS genau das richtige! Bei meinen bisherigen Urlaubsreisen nach Japan hatte ich mir den JR Pass auch immer gekauft und war sehr glücklich damit. Hier findet ihr nun einige Informationen dazu.

Was ist der Japan Rail Pass?
Der Japan Rail Pass ist ein Zugpass speziell für Touristen, der von der Japan Railway Group vertrieben wird. Damit kann man die meisten Züge der JR Group nutzen, dazu zählen u.a. der Schnellzug Shinkansen (außer Nozomi und Mizuho) und eine große Zahl an interregionalen Schnellzügen und Regionalzügen. Weiterhin einige Busse der JR-Group und die JR-Fähre nach Miyajima. Ausgestellt wird er für drei verschiedene Zeiträume (7, 14 oder 21 Tage). Im JR Pass ist eine Karte enthalten mit den Verbindungen, die man mit dem Pass nutzen kann. Zu beachten ist, dass private Zuglinien nicht zum Pass gehören, was u.a. die Tokyo Metro betrifft.

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Wer darf den Japan Rail Pass benutzen?
Bekommen tut man den JR Pass nur, wenn man nicht japanischer Staatsangehöriger ist – also keinen japanischen Reisepass besitzt – und wenn man Japan mit einem Kurzzeitvisum (Touristen-Visum) bereist. Das ist nicht der Fall, wenn man als Student, für die Arbeit oder Work & Travel nach Japan geht oder allgemein seinen ständigen Wohnsitz in Japan hat. Als japanischer Staatsangehöriger hat man nur die Chance auf den Pass, wenn man seinen ständigen Wohnsitz im Ausland hat und dort Daueraufenthaltsrecht besitzt oder mit einem Ausländer verheiratet ist, der ebenfalls außerhalb Japans lebt.

Wie bekomme ich den Japan Rail Pass?
Den JR Pass muss man vor Reiseantritt kaufen, denn er ist nicht in Japan erhältlich. Angeboten wird er von einigen Reisebüros, u.a. kann man ihn beispielsweise über JTBHIS Germany oder die JR Pass Seite kaufen. Ich habe ihn mit bisher meist bei JALPAK gekauft, ging auch alles sehr schnell und reibungslos. Man bekommt eine Rechnung, bezahlt das Geld und bekommt dann seinen Exchangevoucher mit der Exchange Order (eine Art Gutschein für den Pass) nach Hause geschickt. Diesen benötigt man dann in Japan, um ihn in den Rail Pass umzutauschen. Der Voucher ist aber nur 3 Monate gültig, also nicht zu früh bestellen!

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Post vom Reisebüro: Exchange-Order und Info-Flyer

Wenn man dann in Japan ist, geht man zu einer der vielen Ausgabestellen, die die JR auf fast jedem großen Bahnhof hat. Ich habe meinen immer gleich auf dem Flughafen geholt. Dort gibt man dem Bearbeiter den Gutschein und seinen Reisepass. Der prüft das alles. Ich musste meinen Namen, Staatsangehörigkeit und Reisepassnummer bisher immer selber drauf schreiben. Wenn alles fertig ist bekommt man dann den Japan Rail Pass in die Hand gedrückt. Darauf steht u.a. der Gültigkeitszeitraum, die Klasse, der Preis und innen ganz viel Kleingedrucktes.

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Wie funktioniert der Japan Rail Pass?
Wenn man den Pass einmal hat, ist eigentlich alles ganz einfach. An den Bahnhöfen in Japan gibt es, bevor man zu den Gleisen kommt, Schranken, durch die man nur mit dem Zugticket kommt. An der Seite befindet sich immer ein kleiner Durchgang mit Personal. Zu diesem geht man, zeigt die Rückseite seines JR-Passes mit der Gültigkeitsdauer und nach einem kurzen Blick und einer Verbeugung darf man durchgehen. Das dauert meist nur wenige Sekunden. Das gleiche auch beim Verlassen des Bahnhofes.

Wenn man den Shinkansen, Narita Express oder andere Langstreckenzüge benutzen möchte, kann ich nur empfehlen sich vorher eine Sitzplatzreservierung zu holen. Das ist zwar etwas aufwendiger, weil man erst vorher zum Reise-Center-Schalter gehen muss, aber es erspart einem danach einigen Stress. Mit Sitzplatzreservierung lässt es sich einfach besser reisen und es kostet nichts zusätzlich.

Kleine persönliche Geschichte: Bei meiner ersten Fahrt im Shinkansen von Yokohama nach Kyoto bin ich einfach in den Zug rein und habe mich auf den erstbesten freien Platz gesetzt. Natürlich saß ich in dem Abteil der reservierten Sitzplätze, was ich aber nicht mitbekommen habe. Als dann kontrolliert wurde, wusste die gute Frau gar nicht, was sie mit mir anfangen sollte, weil die Verständigung schwierig war. Aber sie hat mir dann einen Platz gezeigt, der nicht reserviert war, das entsprechende Ticket in die Hand gedrückt und dann war alles gut. Rückwärts habe ich dann aufgepasst, dass ich nicht wieder im „Reserviert-Abteil“ lande. Ende vom Lied war, dass ich dann über eine Stunde in einem mehr als überfüllten Abteil stand und den Rest nur mehr oder weniger eingeengt saß.

Was kostet der Japan Rail Pass?
Wo wir auch gleich bei den Kosten sind. Wie bereits erwähnt, kann man sind den Pass für drei verschiedene Zeiträume holen. Dazu kann man noch entscheiden, ob man 1. oder 2. Klasse haben möchte. So sieht das Ganze dann also aus:

Green Pass
(1. Klasse)
Ordinary Pass 
(2. Klasse)
7 Tage 38.880 Yen 29,110 Yen
14 Tage 62.950 Yen 46,390 Yen
21 Tage 81.870 Yen 59.350 Yen                

Alle Preise sind in Yen und werden nach dem aktuellen Kurs umgerechnet. Für Kinder gibt es gesonderte Preise.


Ich persönlich habe den Japan Rail Pass jedes Mal gern benutzt, weil einem dann das Nachforschen, wie viel man für eine Strecke bezahlen muss, erspart bleibt. Jedoch sollte man beachten, was man in Japan vor hat. Wenn man beispielsweise nur eine Woche lang in Tokyo hin und her fahren möchte, braucht man ihn nicht unbedingt (vor allem, weil er auch NICHT in der U-Bahn -Tokyo Metro- gilt). Man sollte schon ein paar weiter entfernte Strecken fahren, damit sich das Ganze auch rechnet. Aber schon bereits mit der Fahrt Tokyo – Kyoto/Osaka – Tokyo hat man den 7-Tage-Pass schon fast drin. Um Preise zu recherchieren kann man u.a. Google Maps oder Hyperdia nutzen.

Weiterhin gibt es noch verschiedene Regionalpässe, die nur in bestimmten Regionen Japans gelten. Diese sind manchmal für Reisen auch sinnvoller als der normale Japan Rail Pass, den man im ganzen Land nutzen kann. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.


Ihr habt noch Fragen zum Japan Rail Pass? Dann könnt ihr sie hier gerne stellen und ich kann versuchen sie zu beantworten (^_^)v

Was kostet eine Japan-Reise?

Ich wurde schon öfter gefragt, was denn eine Japan-Reise kostet. Nun ja, das ist schwer zu sagen, denn am Ende hängt das von vielen Faktoren und vor allem von einem selbst ab. Trotzdem mache ich hier mal eine grobe Aufschlüsselung und hoffe, dass das eurer Kalkulation helfen wird.

Im Groben gibt es folgende sechs Kostenpunkte, über die man nachdenken muss:

1. Flugkosten
2. Hotelkosten
3. Fahrtkosten
4. Verpflegung mit Essen & Trinken
5. Eintrittspreise
6. Souvenirs & Shopping
 Reisekosten Japan

Allgemein muss man natürlich bedenken, dass alle Kostenpunkte höher und tiefer ausfallen können und dies ganz stark von seinen eigenen Ansprüchen abhängt. Möchte ich es etwas luxuriöser oder komme ich auch ein paar Tage mit weniger Komfort zurecht. Aber das werdet ihr bei meinen folgenden Ausführungen sicher merken.

1. Flugkosten

Ein Flug von Deutschland nach Japan kann ziemlich teuer werden. Man hat hier u.a. die Wahl zwischen meist etwas teureren Direktflügen sowie Flügen mit Zwischenstopps. Mit am beliebtesten bei den Direktflügen sind Lufthansa und ANA. Preislich liegen die Flüge dort gern bei 800 ~ 1.000 Euro. Allerdings hat ANA in letzter Zeit oft Angebote ab 650 Euro. Wenn man aber will, kann man natürlich auch günstigere Fluglinen benutzen, bei denen man in Dubai, Shanghai, Korea oder sonstwo noch einen (manchmal ziemlich langen) Zwischenaufenthalt hat. Dafür liegen die Preise hier auch oft schon bei um 500 Euro. Einen Preislichen Unterschied findet man auch oft schon beim japanischen Zielort – so ist es manchmal günstiger nach Osaka oder Nagoya zu fliegen anstatt bis nach Tokyo.

2. Hotelkosten

Toyoko InnHier ist die Spanne von „kostenlos bis unendlich nach oben offen“ sehr groß. Wenn man Glück hat, kann man bei japanischen Freunden übernachten, bloß das ist meist selten der Fall. Die niedrigste Preisklasse sind meist Share Houses, Hostels und Guesthouses, in denen man sich wie in Jugendherbergen mit anderen zusammen ein Zimmer, sowie Küche und Sanitäranlagen teilt. Hier kann man je nach Lage der Unterkunft bei 1.500 ~ 3.000 Yen liegen. Manchmal hat man auch die Chance dort ein Einzelzimmer zu bekommen. Ich habe oft in Business-Hotel-Ketten übernachten, wie zum Beispiel Toyoko Inn. Diese liegen preislich bei 4.000 ~ 8.000 Yen pro Nacht. Natürlich gibt es bei Hotels nach oben keine Grenzen. Man kann auch in einem traditionellen japanischen Ryokan übernachten, dafür muss man natürlich aber noch mehr Geld einplanen. Auch „Couchsurfing“ wird in Japan immer bekannter. Hierfür kann man mal einen Blick auf Airbnb werfen, wo es interessante und auch ziemlich günstige Angebote gibt (hier bekommst du Startguthaben für Airbnb).

Die Hotelpreise hängen auch immer stark davon ab, wo sich das Hotel befindet. Natürlich ist ein Hotel am Tokyo Hauptbahnhof teurer als eins in der Provinz in Chiba. Es kommt auch darauf an, ob man allein, zu zweit oder in einer Gruppe reist. Allerdings ist zu beachten, dass die Preise, die auf den Internetseiten angegeben werden oftmals pro Person pro Nacht sind und nicht den Zimmerpreis darstellen. Mit mehreren Leuten kann man sich auch eine Ferienwohnung mieten.

3. Fahrtkosten

Wenn man viel und vor allem längere Strecken zurück legen möchte, lohnt sich bei einer Urlaubsreise meist der Japan Rail Pass (Blogeintrag hier). Dieser kostet für eine Woche ca. 29.000 Yen. Dafür bekommt man im Normalfall gerade mal eine Hin- und Rückfahrt zwischen Tokyo und Osaka im Shinkansen. Allerdings gilt dieser Pass auch nicht bei allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Manche Privatbahnen und Busse muss man trotzdem bezahlen, so auch die Tokyo Metro. Auch wenn man sich zum Beispiel nur in Tokyo & Umgebung aufhält, sollte man gut durchrechnen, ob sich der Pass wirklich rentiert. Die Japan Rail bietet auch Area-Pässe an, die nur in bestimmten Regionen gelten und dadurch oft sinnvoller als der komplette Rail Pass sind. Zudem gibt es auch Tagestickets sowie spezielle regionale Pässe, die man z.B. in Hakone oder Kamakura/Enoshima nutzen kann oder auch beispielsweise den Osaka Amazing Pass. Eine gute Seite zum Fahrtkostenerrechnung ist übrigens Hyperdia. Ansonsten kann man auch Google Maps zum Planen benutzen.

Es muss auch nicht immer der Shinkansen sein, mit dem man eine längere Strecke zurück legt. In Japan gibt es ein ziemlich gutes Fernbussystem, für welches man zwar mehr Reisezeit einplanen muss, aber um einiges günstiger reist. So kostet die Fahrt von Tokyo nach Fukuoka mit dem Nachtbus nur 8.000 Yen, die Fahrt mit dem Shinkansen aber 25.000 Yen. Ein beliebter Anbieter für internationale Touristen ist hier Willer Express.

4. Verpflegung mit Essen & Trinken

Das ist auch ein sehr schwieriger Punkt. Man kann in Japan ziemlich günstig essen. Udon, Ramen und Okonomiyaki bekommt man oft für unter 500 Yen. Auch im Kombini kann man sich fertiges Essen kaufen, welches dort sogar für einen aufgewärmt wird. Allerdings sollte man nicht alle Lebensmittel im Kombini kaufen – wenn man einen Supermarkt in der Nähe hat, ist es dort meist billiger. Vergleichen lohnt sich. Auch gibt es in Supermärkten und Kombinis am Abend oft Rabatte. Gegenteilig ist das Essen in Restaurants abends meist teurer als mittags. Auch Family Restaurants wie Gusto und Saizeriya haben meist günstiges Essen und bieten „All you can drink“ an. In Themen-Restaurants und Freizeitparks ist das Essen gewohnt teuer und natürlich gibt es auch in Japan ganz viele teure Restaurants.

Und Achtung bei Getränkeautomaten! Sie sind zwar sehr praktisch, wenn wirklich nichts in der Nähe ist. Allerdings kosten Softdrinks darin meist 160 Yen – da lohnt sich eher der Gang in den Supermarkt oder sogar in den 100-Yen-Laden. Mit guter Wirtschaftung kommt man, denke ich, etwa mit 2.000 Yen am Tag für Essen und Trinken hin. Evtl. 500 Yen mehr im heißen Sommer für Getränke und ein Eis (^_~)

5. Eintrittspreise

Die Frage aller Fragen: was möchte ich unternehmen? Möchte ich nur rumlaufen und mir Tempel, Schreine und japanische Gärten ansehen oder möchte ich auch Freizeitparks und andere Attraktionen besuchen? Die erste Rubrik ist meist kostenlos oder liegt etwa bei 500 Yen. Museen haben auch oft eine Preisspanne von 500~1.000 Yen. Auch Themen-Cafés wie KatzenCafé, HasenCafé, MaidCafé & Co. nehmen meist pro Stunde 1.000 Yen. Wenn man hinauf auf Observatorien möchte, muss man meist mit etwa 1.500 Yen rechnen. Der Tokyo Sky Tree kostet allerdings sogar 3.500 Yen. Freizeitparks wie das Tokyo Disneyland und die Universal Studios Japan liegen für eine Tageskarte etwa bei 7.000 Yen. Hier hängt es also wirklich von jedem selbst ab, was er sich vornimmt.

6. Souvenirs & Shopping

Auch hier ist es von jedem selbst abhängig, was man denn selbst alles aus Japan mit nach Hause nehmen möchte. Kleine Schlüsselanhänger oder Magneten, die ich zum Beispiel gerne als Souvenir mitnehme, liegen in den typischen Touristenläden bei etwa 500 Yen. Ansonsten ist die Preisspanne da auch ziemlich groß. Natürlich können beim Shopping teure Anime Figuren und Marken-Lolitakleider die Reisekasse ziemlich sprengen. Aber das ist ja dann jedem selbst überlassen und das muss jeder selbst einplanen. Ein Tipp sind übrigens auch hier die 100-Yen-Läden, in denen man viele Kleinigkeiten & Geschenkideen für die Daheimgebliebenen finden kann, die meist ganz und gar nicht so billig aussehen.


Und zum Schluss noch eine grobe Beispielrechnung für einen 2-wöchigen Japan-Aufenthalt für eine Einzelperson. Ich habe versucht etwa die Mittelwerte aus allen Kostenpunkten zu nehmen, wenn man etwas durch das Land reist. Die Preise sind natürlich nur grobe Werte, die je nach dem Reisenden sehr variieren können.

1. Flugkosten: 700 Euro
2. Hotelkosten: 70.000 Yen (14 x 5.000 Yen)
3. Fahrtkosten: 40.000 Yen
4. Verpflegung mit Essen & Trinken: 28.000 Yen (14 x 2.000 Yen)
5. Eintrittspreise: 21.000 Yen (14 x 1.500 Yen)
6. Souvenirs & Shopping: 50.000 Yen
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Gesamt:
(bei einem Kurs von 1 Euro = 130 Yen)
300.000 Yen 
2.300 Euro

* Man kann natürlich bei allen Kosten auf Vergünstigungen, Sonderangebote und Aktionspreise achten. Das lohnt sich vor allem bei Flügen & Hotels. Zudem gibt es auch für viele Attraktionen Kombitickets, mit denen man sparen kann. *


Ich hoffe, dass euch die Aufstellung etwas bei der Planung eurer Japan-Reise helfen kann. Natürlich gebe ich keine Gewähr, dass das Ersparte auch wirklich reicht – denn man kann in Japan auch sehr leicht in einen Kaufrausch verfallen (^_~)v