Eiscreme-Turm im Daily Chico (Nakano Broadway)

Schon vor einigen Jahren erhielt der Eis-Laden Daily Chico (デイリーチコ) vor allem in den sozialen Netzwerken sehr viel Aufmerksamkeit. Ich habe es mir auch nicht nehmen lassen und den Laden bereits im Dezember 2015 besucht. Heute möchte ich ihn euch endlich kurz vorstellen.

Daily Chico Nakano Broadway

Es ist riesig, es ist bunt – es sind acht verschiedene Eiscreme-Sorten auf einmal! Von oben nach unten handelt es sich hierbei um Erdbeere, Kaffee, Vanille, Schokolade, Traube, Karamell, Matcha und Ramune. Alle sind sehr lecker, aber ehrlich, da muss man wirklich ganz schön Hunger auf Eis haben. Ich habe mir mein Eis mit meinem Mann geteilt. Nur musste man sich beim Essen auch beeilen, denn Eis schmilzt, und dass auch im Winter, denn das Daily Chico befindet sich in der unteren Etage des Nakano Broadways. Im oberen Bereich findet man zahlreiche Second Hand Läden mit Anime-Figuren, Manga und mehr, darunter ein Bereich mit Lebensmitteln und anderen Alltagsgeschäften, den man beim ganzen Shoppen auch nicht vergessen sollte.

Natürlich gibt es nicht nur das Monster-Eis im Shop. Ihr könnt alle Sorten einzeln als Softeis probieren oder in verschiedenen Größen zusammenstellen. Die Preise sind für Tokyoter Verhältnisse recht günstig, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Beachtet, dass die Preise inzwischen jeweils um 10 Yen gestiegen sind. So kostet zum Beispiel die kleine Variante in der Waffel 260 Yen, im Becher 280 Yen. Für das große Eis mit 8 Sorten in einer Waffel bezahlt ihr 490 Yen.

Beachtet, dass es dort keine Sitzplätze gibt. Ihr müsst euch also irgendwo eine Ecke im Gang suchen und das Eis dort essen. Habt zur Sicherheit auch ein paar Taschentücher dabei, falls von dem Eis doch was weg läuft.

Wie beliebt das Eis dort ist, sieht man auch an einigen Fotos, die dort ausgehängt sind. Zahlreiche Prominente waren bereits dort. Darunter auch die quirlige J-Pop-Künstlerin Kyary Pamyu Pamyu.

Wenn ihr also das nächste Mal im Nakano Broadway seid und Lust auf etwas Süßes habt, dann schaut mal vorbei. Es muss ja nicht die große Portion sein – auch ein kleines Eis für Zwischendurch ist den Besuch wert.


❀ I N F O ❀

Besucht: 27. Dezember 2015
Preise: Je nach Verzehr.
¥ 490 für das große Eis mit 8 Sorten
Öffnungszeiten: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr 
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 東京都、中野区、5-52-15, 中野ブロードウェイ, B1 F
Tokyo, Nakano-ku, Nakano Broadway, B1 Floor
Lage: Vom JR-Bahnhof Nakano etwa 5 Minuten zu Fuß.
Webseite: Twitter | Facebook

 

Hello Kitty Café in Odaiba

Nachdem ich im Juli 2015 das Hello Kitty Café in Himeji besucht hatte, hatte ich mir schon länger vorgenommen auch dem Café in Tokyo einen Besuch abzustatten. Nach zwei Jahren hat es nun endlich geklappt. Hier erfahrt ihr also nun mehr zum Café de Miki with Hello Kitty in Odaiba.

Hello Kitty Café Odaiba

Das Café de Miki with Hello Kitty eröffnete bereits im November 2014 in einem der großen Shopping Center auf Odaiba. Im Diver City befindet sich das Café in der vierten Etage, etwas versteckt im hinteren Teil. Wenn man es aber einmal entdeckt hat, ist es kaum zu übersehen. Da Hello Kitty ja ursprünglich der Geschichte nach aus London stammt, ist auch das Café im britischen Stil eingerichtet. Es ist alles in rot, blau und weiß gehalten, im Gegensatz zu dem Café in Himeji, welches im typischen Hello Kitty Pink erstrahlt.

Die Dekoration im Café ist wirklich sehr niedlich. Bereits von außen sieht man Kitty-chan zwischen verschiedenen Sehenswürdigkeiten Londons, wie der Tower Bridge, dem Big Ben und dem London Eye. An den Wänden hängen verschiedene Poster und auch Girlanden mit der britischen Flagge kann man finden. An den meisten Tischen sitzt zudem auch ein Kitty-Plüschtier, welches den Gästen Gesellschaft leistet.

Speisekarte

Die Essenauswahl ist nicht all zu groß, hat aber für Süßigkeitenliebhaber einiges zu bieten. Hauptsächlich gibt es Pancakes in verschiedenen Ausführungen, teils süß aber auch herzhaft, aber auch French Toast, verschiedene Teatime Platten und Parfaits. Je nach Jahrszeit und Event gibt es eine zusätzliche Karte mit weiteren Angeboten. Alles kommt natürlich im Hello Kitty Design.

Die Preise liegen bei etwa 700 bis 1300 Yen pro Gericht. Eine Kombination als Drink Set ist möglich. Die Afternoon Tea Sets sind allerdings um einiges teurer und rangieren zwischen 1,850 bis 2,300 Yen. Steuern kommen noch hinzu.

Die Getränkeauswahl besteht aus warmen und kalten Tees, Kaffee, Kakao und Matcha Latte sowie verschiedene Säfte und Soda. Hier liegen die Preise zwischen 400 und 650 Yen pro Getränk.

Bei meinem Besuch hatte ich mich für einen Caramell Cafe Latte sowie das Apfel Mango Parfait vom Sommerspecial entschieden. Beides war sehr lecker und ich war danach pappsatt. Mit 2,000 Yen nichts für jeden Tag, aber als Highlight für Zwischendurch schon was.

Bevor ihr das Café verlasst, könnt ihr noch ein Erinnerungsfoto mit der riesigen Nerd-Kitty am Eingang schießen und euch die vielen Sachen im Souvenir-Shop anschauen. Auch zum Take-Out gibt es ein paar süße Sachen für euch.

Wenn ihr also in Odaiba seid und euch noch nicht entschieden habt, wo ihr essen wollt, schaut doch mal im Café de Miki with Hello Kitty vorbei. Meist ist dort nicht so viel los und man kommt ohne Warteschlange hinein.

 


  ❀ I N F O ❀

Besucht: 22. Juli 2017
Eintritt:  frei – Kosten je nach Verzehr
Öffnungszeiten: täglich 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr
(Last Order: 20:00 Uhr)
Adresse: 東京都江東区青海1-1-10 ダイバーシティ東京プラザ4F
Tokyo, Edo-ku, Aomi 1-1-10, Diver City Tokyo Plaza, 4. Etage
Lage: Vom Bahnhof Teleport etwa 3 Minuten zu Fuß; vom Bahnhof Daiba etwa 5 Minuten zu Fuß
Webseite: Cafe de Miki Tokyo

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Hello Kitty Café in Himeji
ThemenCafés und Restaurants in Japan

 

Sasuke Inari Schrein in Kamakura

Kamakura hat unzählige Schreine und Tempel. Viele davon sind sehr beliebt und von Touristen überlaufen. Ein paar davon sind aber auch weniger bekannt, lohnen aber trotzdem einen Besuch. Einer davon ist der Sasuke Inari Schrein, den ich euch heute vorstellen möchte.

Sasuke Inari Schrein Kamakura

Geschichte des Schreins

Hinter der Entstehung des Sasuke Inari Jinja (佐助稲荷神社) gibt es verschiedene Erzählungen. So heißt es, das dem Gründer des Schreins, Minamoto Yoritomo, während seiner Zeit im Exil auf der kleinen Insel Hirugakojima in Izu im Traum ein alter Mann aus dem Hidden Village (Kakurezato), einem versteckten Ninjadorf in Kamakura, begegnete (in anderen Erzählungen ist es ein Fuchs). Dieser war ein Gesandter des Inari Gottes und sagte ihm wann und wie er seine Gegner in der Schlacht gegen den Taira Klan angreifen sollte. Minamoto gewann daraufhin die Schlacht und wurde zum Shogun. Aus Dankbarkeit ließ er im Jahre 1195 diesen Schrein errichten, ganz in der Nähe des besagten Hidden Village.

Was gibt es dort zu sehen?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Sasuke Inari Jinja um einen Inari-Schrein, der dem Inari Okami gewidmet ist, dem japanischen Gott der Füchse. Dementsprechend findet man vor Ort zahlreiche kleine und große Fuchsstatuen. Diese stehen dort wirklich überall, manche noch recht frisch, manche aber schon recht lange, da sie von der Witterung gezeichnet und vom Moos überwachsen sind.

Allgemein befindet sich der Schrein auf einem Berg in Mitten des Waldes, was eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft. Das Hauptgebäude ist dabei nicht besonders auffällig. Interessanter sind die vielen kleinen aus Holz oder Stein gebauten Miniaturschreine mit den vielen Fuchsfiguren.

Highlight des Schreines sind natürlich die zahlreichen roten Torii, die Eingangstore zum Schrein, die den Weg dorthin säumen. Man muss einige Stufen erklimmen, um zum eigentlichen Schrein zu kommen, die Torii um einen herum lenken einen dabei aber sehr gut ab. Man bekommt hierbei auch Erinnerungen an den berühmten Fushimi Inari Schrein in Kyoto.

In einem kleinen Gebäude gibt es sowohl die Fuchsfiguren zu kaufen, als auch Ema, Omamori und Omikuji. Die Holztafeln bilden natürlich ebenfalls Füchse und rote Torii ab.

Da der Schrein nicht allzu bekannt ist, waren auch kaum Menschen dort. Man kann dort also die Ruhe genießen und diesen besonderen Ort auf sich wirken lassen.

Vom Bahnhof Kamakura benötigt man etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Schreins. Der Weg führt dabei durch ein Wohngebiet. Kleine Hinweistafeln weisen einem zudem die Richtung. Neben dem Zeniarai Benten gehört der Sasuke Inari Schrein auch zum Daibutsu Wanderweg.


❀ I N F O ❀

Besucht: 5. Juli 2017
Preise: kostenlos
Öffnungszeiten: keine Öffnungszeiten
Adresse: 神奈川県鎌倉市佐助2-22-12
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Sasuke 2-22-12
Lage: Etwa 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura
Webseite: Kamakura Kangou (Japanisch)

 

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Der Meigetsu-in Tempel in Kamakura
Unterwegs in der Präfektur Kanagawa

Meigetsu-in Tempel in Kamakura

Der Meigetsu-in Tempel befindet sich im nördlichen Teil Kamakuras und ich vor allem im Juni und Anfang Juli ein beliebtes Ziel für Kamakura Touristen. Warum? Zu dieser Zeit blühen dort die Hortensien, und dafür ist dieser Tempel auch bekannt. Ich habe ihn bereits zum zweiten Mal besucht und möchte euch diesen Tempel heute vorstellen.

Meigetsu-in Kamakura

Geschichte des Meigetsu-in

Gegründet wurde der Meigetsu-in (明月院) im Jahre 1160 durch Yamanouchi Tsunetoshi unter dem Namen Meigetsu-an als Ruhestätte für dessen Vater Toshimichi, der ein Jahr zuvor in einer Schlacht starb. 1256 beschloss Hojo Tokiyori dann auf diesem Gebiet einen Tempel names Saimyoji zu errichten. Dieser wurde später zum Vorgänger des neuen Zenkoji Tempels, der durch Tokiyoris Sohn errichtet wurde.

1380 wurde Uesugi Norikata durch den Shogun aufgefordert, den Zenkoji mit dem Bau weiterer Gebäude zu fördern. Das Gebiet wurde vergrößert und weitere Untertempel geschaffen. Der Zenkoji galt stand unter den zehn großen buddhistischen Tempeln der Kanto-Region auf dem obersten Platz. Der Meigetsu-in agierte währenddessen als Tochtertempel des Zenkoji.

Nach der Meiji-Restauration im Jahre 1867 wurde der Zenkoji bald abgebaut und nur der Meigetsu-in bliebt erhalten. Er gehört heute der Kencho-ji Schule der Rinzai Zen Sekte an. Der Kencho-ji Tempel liegt nur ein Stück von Meigetsu-in entfernt.

Sehenswürdigkeiten des Meigetsu-in

Eines der Highlights des Tempels ist die Haupthalle (Hojo) mit dem runden Fenster, welches einen Blick in den inneren Garten gewährt. Der Blick durch das Fenster ist eine einmalige Kulisse und ein gefragtes Fotomotiv. Der innere Garten ist bekannt für seine Iris-Blüte, allerdings ist dieser nur selten für Besucher geöffnet und kostet dann eine zusätzliche Gebühr.

Ein Stück weiter findet man die Gründerhalle (Soyudo), welche dem Gründer des Tempels gewidmet ist. Gleich daneben ist die Yagura-Höhle, eine Grabstätte, die als größte dieser Art in Kamakura gilt. Darin befinden sich verschiedene Statuen, aber auch der Grabstein von Uesugi Norikata. Hier soll auch die Grabstätte von 1160 sein. An einer anderen Stelle des Geländes befindet sich weiterhin das Grab von Hojo Tokiyori.

Da der Meigetsu-in aufgrund seiner Schreibung auch als Mond-Tempel bezeichnet wird, und Japaner mit dem Mond Hasen verbinden, findet man neben Hasenfiguren auch echte Hasen in einem Gehege auf dem Tempelgelände. Auch ein Teehaus, einen Steingarten sowie einen kleinen Bambuswald gibt es zu sehen.

Vor allem nach Beginn der Regenzeit kommen die meisten Touristen zum Meigetsu-in. Denn ein großer Teil des Geländes besteht aus Hortensien, die alle im Juni und Anfang Juli blühen. Dann erstrahlt alles in einem Mix aus Blau, Lila und Weiß und die Blütenpracht lohnt es sich wirklich zu sehen. Der Tempel ist deshalb auch als Hortensien-Tempel, die im Japanischen Ajisai (紫陽花) genannt werden, bekannt.

Der Meigetsu-in befindet sich etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura entfernt. Der Eintritt koster 300 Yen, wird während der Blütezeit der Hortensien allerdings auf 500 Yen erhöht. Besuchen könnt ihr den Tempel täglich zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, im Juni sogar von 8:30 bis 17:00 Uhr.

 

 


 ❀ I N F O ❀
Besucht: 20. Oktober 2016 + 4. Juli 2017
Preise: ¥ 300 (während der Hortensienblüte ¥ 500)
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Juni: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 神奈川県鎌倉市山ノ内189
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Yamanouchi 189
Lage: Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kita-Kamakura (JR Yokosuka Line)
Webseite: Website (Japanisch)

 

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Sasuke Inari Schrein in Kamakura
Unterwegs in der Präfektur Kanagawa

Die große Kannon in Ofuna

Eine riesige Kannon Statue ganz in der Nähe von Tokyo? Ja, so eine befindet sich auf dem Weg zwischen Tokyo und Kamakura. Da sie aber trotz ihrer Größe bei Touristen noch recht unbekannt ist, lohnt sich diese als kleiner Abstecher ab von den Menschenmassen. Ich stelle euch die Ofuna Kannon hier einmal vor.

Ofuna Kannon

Eigentlich handelt es sich bei der Ofuna Kannon gar nicht um eine einzelne Statue, sondern um einen Tempel mit dem Namen Ofuna Kannon-ji (大船観音寺). Dieser befindet sich auf einem Hügel nur wenige Minuten vom Bahnhof Ofuna entfernt, von dem aus man die weiße Statue auch schon sehen kann. Allerdings ist der Weg nach oben etwas versteckt. Der Eintritt kostet 300 Yen.

Die Bodhisattwa Kannon ist 25 Meter hoch. Die Arbeiten an der Statue begannen 1929 und die Außenform war 1934 vervollständigt. Die Fertigstellung zögert sich allerdings aufgrund des Krieges bis 1960 hinaus, da die Arbeiten erst 1954 wieder aufgenommen werden konnten. Im Inneren befinden sich der Tempel sowie ein kleines Museum.

Natürlich gibt es vor Ort wie an allen Tempeln Ema (Holztafeln) und Omikuji (Papierstreifen mit Wahrsagungen) zu kaufen. Hier natürlich mit dem besonderen Design der Ofuna Kannon. Auch Figuren davon kann man sich kaufen.

Auch das Areal um die Statue bietet einige zu sehen. Allein die roten Lampen und Fahnen haben eine beeindruckende Wirkung. Es gibt weitere Tempelgebäude und kleiner Statue.

Ein wichtiger Bestandteil des Tempels ist das Andenken an die Atombomben des zweiten Weltkrieges auf Hiroshima und Nagasaki. Dazu gehören nicht nur ein Gedenkstein und ein Platz für Papierkraniche, sondern auch die Flamme der Atombombe (原爆の火), eine Laterne mit ewig brennendem Feuer.

Der Ofuna Kannon Tempel hat mir sehr gefallen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Am besten als Zwischenstopp für eine knappe Stunde auf dem Weg nach Kamakura und Enoshima.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 7. Januar 2016
Preise: ¥ 300
Öffnungszeiten: unbekannt
Geschlossen: unbekannt
Adresse: 神奈川県鎌倉市岡本1-5-3
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Okamoto 1-5-3
Lage: Etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ofuna.
Webseite: Offical Website

 

Melonpan Ice – Leckerei für Zwischendurch

Japaner und ihr Essen sind weltweit bekannt und auch mit ihren Süßigkeiten erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Vielen ist Melonpan (メロンパン) bereits bekannt: ein süßes Brötchen, dass aufgrund seiner Musterung Melonenbrötchen genannt wird. Das allein ist schon ziemlich lecker. Ein Laden toppt diese Süßspeise aber noch mit Eis – und das Melonpan Ice hält, was es verspricht.

Melonpan Ice

Bei diesem Melonpan Ice Geschäft handelt es sich um eine Kette namens Sekai de Nibanme ni Oishii Yakitate Melonpan Ice (世界で2番めにおいしい焼きたてメロンパンアイス) mit Hauptsitz in Kanazawa. Übersetzt heißt das übrigens Das zweitbeste Melonbrötchen-Eis der Welt. Ein eigenartiger Name, der aber den Respekt des Besitzers gegenüber dem Bäcker, von dem er gelernt hat Melonenbrötchen zu backen, ausdrücken soll.

Aber kommen wir zum Melonpan an sich. Dieses wird im Geschäft frisch aufgebacken und ist auch dementsprechend warm. Dazu kann man sich eine Eissorte aussuchen, welche dann zwischen das aufgeschnittene süße Brötchen getan wird. Da das Brötchen warm ist, schmilzt das Eis natürlich recht schnell. Kein Wunder, dass am Geschäft sogar Hinweisschilder hängen, dass man nicht zu lange Spaß am Fotografieren und Posen mit seinem Melonpan Ice haben sollte. Das Papier, in welches das Brötchen gepackt wird, ist aber recht stabil und nimmt das geschmolzene Eis auf.

Der Laden in Akishima, den ich besucht habe, führt acht verschiedene Eissorten, teilweise sogar mit Früchten. Preislich liegt die Leckerei zwischen 390 und 450 Yen. Natürlich kann man auch normale Melonbrötchen dort kaufen, einzeln für 190 Yen oder als Souvenirbox mit Dreier oder Fünfer-Set. Eine Tüte mit den beliebten knusprigen Randstücken gibt es ebenfalls, sowie eine Art Toast mit Melonpan-Kruste. Das Angebot kann sich zeitlich und örtlich unterscheiden.

Ich hatte ein Melonpan mit Vanille-Schokoladen-Eis und mir hat es sehr gut geschmeckt. Das Eis an sich war sehr lecker, aber auch das Melonenbrötchen war super. Es war von außen sehr knusprig, aber auch nachdem es sich mit dem Eis voll gesogen hatte, immer noch sehr lecker. Natürlich ist das ganze recht süß und man sollte sich mit dem Essen wirklich nicht zu viel Zeit lassen.

Nun kommt natürlich noch die Hauptfrage:

Wo findet man Sekai de Nibanme ni Oishii Yakitate Melonpan Ice?

Es gibt verschiedene Läden in ganz Japan, allerdings immer noch in einer recht begrenzten Anzahl. In Tokyo befindet sich ein Laden in Shibuya, ein weitere außerhalb im Mori Town Akishima. Aber auch im World Porters in Yokohama könnt ihr den Laden finden. Mehrere Möglichkeiten habt ihr in Kanazawa, dem Ursprungsort des Melonpan Ice.

Im Norden findet ihr ein Geschäft in Hakodate sowie als Truck in Sendai. In Nagoya, Osaka, Hiroshima, Matsuyama und Kobe könnt ihr auch fündig werden. Auf Kyushu habt ihr die Chance in Fukuoka, Kumamoto, Miyazaki und Kagoshima. Auch auf Okinawa ist Melonpan Ice zu finden.

Eine ausführliche Übersicht mit Adressen, Öffnungszeiten und Bildern der einzelnen Geschäfte findet ihr auf der offiziellen Webseite.

Melonpan Ice

Mir hat das Melonpan Ice sehr geschmeckt und ich werde definitiv noch weitere Sorten probieren, wenn ich vorbei komme. Ich hoffe, euch wird es auch gefallen!

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 16. Juni 2017 in Akishima
Preis: ¥ 390 ~ ¥ 450 für Melonpan Ice
¥ 190 für normales Melonpan
Öffnungszeiten: je nach Ort unterschiedlich,
meist 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Adresse: Tokyo (Shibuya): 東京都渋谷区神南1-15-9岩瀬ビル
Tokyo, Shibuya-ku, Jinnan 1-15-9 Iwase Building

Yokohama (World Porters): 神奈川県横浜市中区新港2-2-1
Kanagawa-ken, Yokohama-shi, Naka-ku, Shinko 2-2-1

Weitere Geschäfte und Adressen auf der offiziellen Webseite

Webseite: Webseite

KatzenCafé Neko no Mise in Machida

Das KatzenCafé Neko no Mise (ねこのみせ) befindet sich in der Stadt Machida, einem südlichen Teil der Präfektur Tokyo. Es wurde bereits 2005 eröffnet und gehört somit zu den ersten KatzenCafés Japans. Ein Grund, warum ich es schon länger einmal besuchen wollte. Im Juni 2017 habe ich es nun endlich geschafft.

KatzenCafé Neko no Mise

Das Neko no Mise liegt etwa eine knappe Minute zu Fuß vom Südausgang des JR-Bahnhofes Machida entfernt in der zweiten Etage eines etwas älteren Gebäudes. Schon von außen kann man das Café aber klar erkennen durch die große Werbung. Betreten tut man den Raum durch eine Glastür. Da es keine Zwischentür gibt, sollte man hier bereits aufpassen, dass keine Katze heraus kommen kann.

Am Eingang könnt ihr euch entscheiden, ob ihr einfach eine freie Zeit bleiben möchtet (kostet 150 Yen pro 10 Minuten), oder ob ihr lieber ein festes Zeitfenster (am Wochenende/Feiertagen 2 Stunden für 1,500 Yen, Wochentags 3 Stunden für 1,800 Yen) nehmen wollt. Für 350 Yen extra könnt ihr währenddessen auch so viel trinken, wie ihr möchtet.

Kommen wir aber nun zu dem eigentlich Wichtigem in einem KatzenCafé: die Katzen! Im Neko no Mise gibt es derzeit etwa 14 Katzen. Natürlich sind nicht immer alle gleichzeitig im Besucherraum. Da es dieses Café schon sehr lange gibt, sind auch die Katzen dort teilweise schon recht alt. Einige sind schon seit dem Eröffnungsjahr dort. Ander sind aber auch jünger. Zu den Katzen liegen Informationskarten im Café aus, allerdings nur auf Japanisch.

Als wir zur Mittagszeit dort waren, waren viele Katzen am Schlafen. Ein paar sind aber auch im Raum rumgelaufen. Sie haben sich streicheln lassen und waren teilweise sogar verschmust. Eine Katze hat meinen Mann sogar ewig lange abgeschleckt. Das hat sie bei mir allerdings nicht gemacht. Bei einer wurden wir allerdings darauf hingewiesen, dass wir sie besser nicht anfassen, denn sie haut gern mit den Kralen zurück.

Der Raum des Neko no Mise ist sehr schön eingerichtet. Es gibt jede Menge gemütlicher Sitzgelegenheiten, verschiedenes Katzenspielzeug und auch Ausweichmöglichkeiten, wenn sie keine Lust auf die Gäste haben. Die Wandregale sind gefüllt mit Manga, wer also Japanisch lesen kann, kann dort ohne Probleme Stunden mit Katzenbegleitung verbringen.

Mir hat das Neko no Mise sehr gefallen. Wer Katzen mag und mal in Machida unterwegs ist, sollte auf jeden Fall einmal vorbei schauen. Etwas historische Bedeutung hat es ja schließlich auch (^_~)

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 03. Juni 2017
Eintritt: ¥ 150 pro 10 Minuten (¥ 900 für 1 Stunde)
¥ 1,500 für das 2-Stunden-Paket
¥ 1,800 für das 3-Stunden-Wochentags-Paket
Kinder sind erst ab Mittelschulalter erlaubt!¥ 350 für Drink Bar
¥ 300 für Katzenfutter
Öffnungszeiten: Wochentags: 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Wochenende + Feiertage: 11:00 bis 22:00 Uhr
Adresse: 東京都町田市原町田1-2-9-202
Tokyo, Machida-shi, Haramachida, 1-2-9-202
Lage: Vom JR Machida Bahnhof (Südausgang) etwa 1 Minute zu Fuß
Webseite: Webseite

Samurai Museum in Shinjuku

In der Geschichte Japans sind die Samurai nicht wegzudenken und in vielen Burgen findet man Rüstungen und Schwerte als Ausstellungsstücke. Doch genau diesem Thema, den Samurai, hat sich auch ein eigenes Museum in Shinjuku gewidmet. Ich stelle euch hier das Samurai Museum vor und erzähle euch, was ihr dort erleben könnt.

Samurai Museum

Die Zeit der Samurai reicht etwa vom Beginn der Kamakura-Periode (1185) bis hin zum Ende der Edo-Periode (1868). 700 Jahre Geschichte Japans, in welche man im Samurai Museum in Shinjuku einen Einblick erhalten kann. Das Museum ist zwar recht klein, hat aber trotzdem einiges zu bieten. Da der größte Teil der Besucher Ausländern sind, wird etwa alle 20 Minuten eine englischsprachige Führung angeboten. Diese ist im Eintrittspreis enthalten und sehr zu empfehlen. Die Mitarbeiter erklären einem die wichtigsten Hintergründe zur Samurai-Geschichte und stellen die einzelnen Exponate vor. Manche davon darf man anfassen und sogar ausprobieren. Zudem kann man jederzeit Fragen stellen und mit ihrem einschlägigen Wissen haben die Mitarbeiter auch meist eine Antwort parat.

1. Etage des Samurai Museums

In der unteren Etage findet man zuerst einen Souvenir-Shop. Den kann man auch ohne Eintritt zu bezahlen besuchen. Hier findet ihr zahlreiche Souvenirs mit Samurai-Bezug, egal ob T-Shirts, Schlüsselanhänger oder Regenschirme mit Schwertgriff. Es werden dort auch Schwerter verkauft. Ausgestellt sind nur Replikate, aber bei Nachfrage werden auch echte Schwerter angeboten. Auch Rüstungen und Helme kann man käuflich erwerben, dafür sollte man aber einen recht großen Geldbeutel mitbringen.

Auf der anderen Seite des Eingangs befindet sich die Rezeption. Hier könnt ihr die Eintrittskarten für den stolzen Preis von 1,800 Yen kaufen, erhaltet Flyer und werdet von Mitarbeitern informiert, wann die nächste Führung stattfindet. Als ich dort war, waren alle Mitarbeiter wirklich sehr freundlich und aufgeschlossen und konnten alle Englisch.

Die Ausstellung beginnt mit sechs Rüstungen, welche aus der Muromachi bis hin zur Edo-Zeit stammen. Bei der Führung erhaltet ihr viele Informationen zum Aufbau der Rüstungen, der verschiedenen Funktionen und für welche Zwecke sie verwendet wurden.

2. Etage des Samurai Museums

In der oberen Etage heißt es erst einmal Schuhe aus, bevor ihr in sechs weiteren Bereichen mehr über die Samurai erfahren könnt. Im Kamakura-Raum findet ihr eine elegante Rüstung, die zur Dekoration diente. Zudem gibt es dort Zubehör, welches die Samurai zu Pferde genutzt haben, zu sehen. Der nächste Raum widmet sich den japanischen Schwertern, den Katana. Es sind verschiedene Arten ausgestellt, die zwischen 200 und 800 Jahre alt sind.

Auch den Helmen und Rüstungen ist jeweils ein eigener Bereich gewidmet. Während der Führung können Freiwillige einen Helm aufprobieren und feststellen, wie schwer diese sind. In einem Raum werden Feuerwaffen ausgestellt, die vor allem während der Azuchi-Momoyama-Zeit (1573-1603) vor der Isolierung Japans hergestellt wurden. Im letzten Raum wird sich genau dieser Zeit sowie der Edo-Zeit gewidmet. Neben weiteren aufwendigen Rüstungen, findet man Utensilien der späten Edo-Zeit, die den Übergang in die Meiji-Zeit und dem Ende der Samurai ankündigen. Durch die Mitarbeiter werden einem die historischen Hintergründe näher gebracht.

Kostenlose Erlebnisse

Für den Eintrittspreis bekommt man nicht nur eine kostenlose englischsprachige Führung. Man hat die Möglichkeit zwischendurch einen Samurai-Helm auf zu probieren oder sich später im Fotobereich einkleiden zu lassen. Es stehen verschiedene Samurai-Kleidungsstücke und Helme aber auch Kimono zur Verfügung. Dort kann man dann Fotos machen.

Vier Mal am Tag (14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr) findet zudem eine kostenlose Vorführung des Schwerkampfes statt. Es werden erst mehrere Kampfbeispiele mit dem Schwert gezeigt, danach verschiedene Techniken erklärt. Freiwillige können diese zusammen mit dem Schwertkünstler ausprobieren. Am Ende bleibt noch Zeit für Fragen. Die Vorführung dauert etwa 15~20 Minuten

 

Erlebnisse mit Aufpreis

Gegen eine Gebühr von jeweils 5,000 Yen kann man an Kursen zur Samurai Kalligrafie oder zu Samurai Schwertern teilnehmen. Diese verlangen vorab eine Reservierung. Erkundigt euch also am besten rechtzeitig beim Museum, wann diese Kurse genau stattfinden.

Wer in einmal komplett in eine Rüstung schlüpfen möchte, kann dies im Samurai Museum ebenfalls tun. Für ein professionelles Fotoshooting stehen verschiedenen Rüstungen bereit. Je nachdem, welche man wählt, kostet dies allerdings zwischen 32,000 und 48,000 Yen. Man erhält ein A4 Bild im Rahmen und zwei weitere in gedruckter Form. Die restlichen Bilder gibt es auf CD-Rom. Hierfür solltet ihr euch aber mindestens drei Tage vorher anmelden.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Museums.

Der Eintrittspreis ist zwar recht teuer, mit Führung und den kostenlosen Erlebnissen kann man aber gut 1 ½ bis 2 Stunden im Museum verbringen. Das Fotografieren ist in den meisten Teilen erlaubt. Wer also mehr über die Samurai in Japan erfahren möchte, sollte dort auf jeden Fall einmal vorbei schauen!


❀ I N F O ❀

Besucht: 27. Mai 2017
Eintritt: ¥ 1,800 für Erwachsene
¥ 800 für Kinder bis 12 Jahre
Kinder bis 3 Jahre kostenlos
Öffnungszeiten: täglich 10:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Letzter Einlass um 20:30 Uhr
Adresse: 東京都新宿区 歌舞伎町2丁目25−6
Tokyo, Shinjuku-ku, Kabuki-cho, 2-25-6
Lage: Vom JR Bahnhof Shinjuku etwa 8 Minuten zu Fuß, vom Seibu Shinjuku Bahnhof nur etwa 4 Minuten
Webseite: Englische Webseite

 

 

Kyu-Furukawa Garten in Tokyo

In Tokyo gibt es viele verschiedene Gärten, die man entdecken kann. Alle haben sie ihre Besonderheiten. Heute nehme ich euch mit in den Kyu-Furukawa Garten.

Kyu-Furukawa Garten

Der Kyu-Furukawa Garten (旧古河庭園) befindet sich im nördlichen Teil Tokyos. Das Anwesen gehörte dem Baron Toranosuke Furukawa, der dort eine Villa im westlichen Stil sowie einen westlichen Garten errichten ließ. Architekt war der Engländer Josiah Conder, der auch für andere Bauwerke bekannt war. Fertiggestellt wurde die Villa 1917.

Das Gebäude sieht nicht nur von außen westlich aus. Auch das Innere ist zumindest in der unteren Etage im westlichen Stil gehalten. Dort befinden sich neben dem Esszimmer, auch Gesellschaftsräume und sogar ein Billiardraum. Im oberen Bereich befinden sich neben weiteren westlichen Zimmern auch Räume im japanischen Stil. Diese sind mit Tatami-Matten ausgelegt und miteinander verbunden.

Täglich finden drei Führungen durch das Gebäude statt, um 10:30 Uhr, 13:00 Uhr und 14:30 Uhr. Ohne diese Führung kann man sich das Innere des Gebäudes nicht ansehen. Die Führungen sind leider nur auf Japanisch und kosten 800 Yen pro Person.

Der westliche Garten ist im italienischen und französischen Stil gehalten. Dort findet man vor allem Rosen und Rhododendren. Besonders zur Blütezeit der Rosen im Mai ist es im westlichen Garten sehr schön. Es findet ein Rosenfest statt, bei dem auch Rosenprodukte, wie Rosenduft, Rosentee und Roseneis verkauft werden.

Auch ein japanischer Garten gehört zum Anwesen Furukawas. Dieser ist sehr weitläufig und wurde vom japanischen Gartengestalter Ogawa Jihei VII gestaltet. Im Zentrum dessen befindet sich ein Teich, der in Form des japanischen Schriftzeichens für Herz (心) geformt wurde, umgeben von zahlreichen Bäumen, die einen dichten Walt bilden. Weiterhin findet ihr dort die typischen Brücken und Steinlaternen, aber auch einen Wasserfall. Auch ein trockener Wasserfall wurde im japanischen Garten aus Steinen nachempfunden. Sehr sehenswert ist das Teehaus, in dem nach Reservierung auch Teezeremonien abgehalten werden können.

Der Kyu-Furukawa Garten ist täglich von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet pro Person 150 Yen. Am Tag des Grüns (4. Mai) sowie dem Tomin no Hi (1. Oktober) ist der Eintritt sogar frei. Über die Erreichbarkeit erfahrt ihr mehr in der Infobox unten.

Wenn ihr nach dem Kyu-Furukawa Garten noch einen weiteren Garten besuchen wollt, befindet sich gleich in der Nähe der Rikugien Garten (六義園), einen japanischen Garten, der auf jeden Fall auch einen Besuch wert ist.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 12. Mai 2017
Preise: ¥ 150
Gruppenrabatt und Seniorenticket erhältlich
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Letzter Einlass 16:30 Uhr 
Geschlossen: 29. Dezember bis 1. Januar
Adresse: 東京都北区西ヶ原一丁目
Tokyo, Kita-ku, Nishigahara 1
Lage: Etwa 7 Minuten zu Fuß vom JR Bahnhof Kami-Nakasato oder Metro Bahnhof Nishigahara; etwa 12 Minuten zu Fuß vom JR Bahnhof Komagome
Webseite: Offical Website

 

Privates Bad im Hakone Yuryo Onsen

Onsen – heiße Quellen – sind in Japan sehr beliebt und in manchen Regionen kann man viele dieser Bäder finden. Die meisten davon sind nach Geschlechtern getrennt – was macht man aber nun, wenn man als Pärchen oder mit der Familie zusammen das heiße Wasser genießen möchte? Manche Onsen-Betriebe bieten dafür private Zimmer (貸切温泉 oder 貸切部屋) an, so unter anderem auch das Hakone Yuryo in Hakone, etwa 90 Minuten von Tokyo entfernt.

Hakone Yuryo Onsen

Das Hakone Yuryo (箱根湯寮) wurde im Frühjahr 2013 auf dem ehemaligen Gelände des Hakone Begonia Garden eröffnet und befindet sich in der Nähe des Bahnhofes Hakone-Yumoto (箱根湯本駅). Das Gebäude erinnert an ein typisch japanisches Wohngebäude und ist von Grün umgeben. Darin findet man nach Geschlechtern getrennte Bäder sowohl innen als auch außen. Für Familien und Paare gibt es 19 verschiedene Bäder zur privaten Nutzung, die sich je nach Anzahl der Personen von der Größe unterscheiden und man stundenweise mieten kann. Von diesen Open-Air-Bädern hat man einen tollen Blick in den Wald und die Berge. Alle Zimmer haben zu dem einen Tisch und Sitzgelegenheit, eine Klimaanlage, sowie Shampoo zum Reinigen vor dem Baden und einen Fön zum Haare trocknen für danach. In Privaträumen werden auch Handtücher zur Verfügung gestellt.

Der Eintritt in den öffentlichen Bereich kostet ¥ 1,400 pro Person. Wenn ihr nur eines der privaten Zimmer benutzen und nicht in den normalen Badebereich möchtet, braucht ihr diese Gebühr aber nicht bezahlen.

Die Privaträume variieren im Preis pro Stunde bei Zimmergebühren von ¥ 3,900 für 18m², ¥ 4,900 für 24m² bis zu ¥ 5,900 für 32m². Hält man sich länger in den Räumen auf, fallen weitere Gebühren je 30 Minuten an. Allerdings wird man angeraten die Zeit nicht zu überschreiten, da viele Reservierungen vorliegen. Alle 19 Räume haben ihren eigenen Namen, meist nach einer Pflanze benannt. Bisher war ich zwei mal in den mittelgroßen Räumen, einmal im Yamazakura und einmal im Botan. Bilder zu den einzelnen Räumen findet ihr hier. Eine vorherige Reservierung ist telefonisch ab einen Monat vorher möglich und empfehlenswert.

Wie in Japan üblich, sind Tattoos im Onsen verboten. In den Privaträumen ist dies aber unerheblich, weil einen niemand darin sieht. Zu den anderen Bereichen kann ich nicht viel sagen, weil ich dort nicht war. Es soll allerdings noch ein Restaurant mit japanischen Gerichten geben, sowie Massageräume. Zudem hat das Gebäude einen schönen Innenhof mit Sitzgelegenheiten und Getränkeautomaten. Man kann sich auch nach dem warmen Bad ein Softeis gönnen.

 


❀ I N F O ❀
Besucht: 22. Februar 2014 | 12. Juli 2014
Eintritt: Öffentlicher Bereich ¥ 1,400.
Privaträume variieren (siehe oben).
Öffnungszeiten: Werktags 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr (letzter Einlass 20:00 Uhr)
Wochenende / Feiertags 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr (letzter Einlass 21:00 Uhr)
Geschlossen: temporäre Schließung zur Wartung (Webseite beachten)
Adresse: 神奈川県足柄下郡箱根町塔之澤4
Kanagawa-ken, Ashigarashimo-gun, Hakone-machi, Tonosawa 4
Lage: Vom Bahnhof Hakone-Yumoto fährt alle 10-15 Minuten ein kostenloser Shuttelbus zum Onsen. Die Fahrt dauert etwa 3 Minuten
Webseite: Englische Website