Meigetsu-in Tempel in Kamakura

Der Meigetsu-in Tempel befindet sich im nördlichen Teil Kamakuras und ich vor allem im Juni und Anfang Juli ein beliebtes Ziel für Kamakura Touristen. Warum? Zu dieser Zeit blühen dort die Hortensien, und dafür ist dieser Tempel auch bekannt. Ich habe ihn bereits zum zweiten Mal besucht und möchte euch diesen Tempel heute vorstellen.

Meigetsu-in Kamakura

Geschichte des Meigetsu-in

Gegründet wurde der Meigetsu-in (明月院) im Jahre 1160 durch Yamanouchi Tsunetoshi unter dem Namen Meigetsu-an als Ruhestätte für dessen Vater Toshimichi, der ein Jahr zuvor in einer Schlacht starb. 1256 beschloss Hojo Tokiyori dann auf diesem Gebiet einen Tempel names Saimyoji zu errichten. Dieser wurde später zum Vorgänger des neuen Zenkoji Tempels, der durch Tokiyoris Sohn errichtet wurde.

1380 wurde Uesugi Norikata durch den Shogun aufgefordert, den Zenkoji mit dem Bau weiterer Gebäude zu fördern. Das Gebiet wurde vergrößert und weitere Untertempel geschaffen. Der Zenkoji galt stand unter den zehn großen buddhistischen Tempeln der Kanto-Region auf dem obersten Platz. Der Meigetsu-in agierte währenddessen als Tochtertempel des Zenkoji.

Nach der Meiji-Restauration im Jahre 1867 wurde der Zenkoji bald abgebaut und nur der Meigetsu-in bliebt erhalten. Er gehört heute der Kencho-ji Schule der Rinzai Zen Sekte an. Der Kencho-ji Tempel liegt nur ein Stück von Meigetsu-in entfernt.

Sehenswürdigkeiten des Meigetsu-in

Eines der Highlights des Tempels ist die Haupthalle (Hojo) mit dem runden Fenster, welches einen Blick in den inneren Garten gewährt. Der Blick durch das Fenster ist eine einmalige Kulisse und ein gefragtes Fotomotiv. Der innere Garten ist bekannt für seine Iris-Blüte, allerdings ist dieser nur selten für Besucher geöffnet und kostet dann eine zusätzliche Gebühr.

Ein Stück weiter findet man die Gründerhalle (Soyudo), welche dem Gründer des Tempels gewidmet ist. Gleich daneben ist die Yagura-Höhle, eine Grabstätte, die als größte dieser Art in Kamakura gilt. Darin befinden sich verschiedene Statuen, aber auch der Grabstein von Uesugi Norikata. Hier soll auch die Grabstätte von 1160 sein. An einer anderen Stelle des Geländes befindet sich weiterhin das Grab von Hojo Tokiyori.

Da der Meigetsu-in aufgrund seiner Schreibung auch als Mond-Tempel bezeichnet wird, und Japaner mit dem Mond Hasen verbinden, findet man neben Hasenfiguren auch echte Hasen in einem Gehege auf dem Tempelgelände. Auch ein Teehaus, einen Steingarten sowie einen kleinen Bambuswald gibt es zu sehen.

Vor allem nach Beginn der Regenzeit kommen die meisten Touristen zum Meigetsu-in. Denn ein großer Teil des Geländes besteht aus Hortensien, die alle im Juni und Anfang Juli blühen. Dann erstrahlt alles in einem Mix aus Blau, Lila und Weiß und die Blütenpracht lohnt es sich wirklich zu sehen. Der Tempel ist deshalb auch als Hortensien-Tempel, die im Japanischen Ajisai (紫陽花) genannt werden, bekannt.

Der Meigetsu-in befindet sich etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura entfernt. Der Eintritt koster 300 Yen, wird während der Blütezeit der Hortensien allerdings auf 500 Yen erhöht. Besuchen könnt ihr den Tempel täglich zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, im Juni sogar von 8:30 bis 17:00 Uhr.

 

 


 ❀ I N F O ❀
Besucht: 20. Oktober 2016 + 4. Juli 2017
Preise: ¥ 300 (während der Hortensienblüte ¥ 500)
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Juni: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 神奈川県鎌倉市山ノ内189
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Yamanouchi 189
Lage: Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kita-Kamakura (JR Yokosuka Line)
Webseite: Website (Japanisch)

 

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