Yokohama Doll Museum | KANAGAWA

Yokohama reizt mit zahlreichen kleinen Museen, die vor allem etwas für Liebhaber bestimmter Themen sind. Eines davon ist das Yokohama Doll Museum, welches ich nun besucht habe und euch hier vorstellen möchte.

Yokohama Doll Museum

Das Puppenmuseum in Yokohama wurde im März 1979 erstmals geöffnet nachdem ein paar Monate zuvor eine große Anzahl an Puppen aus der Sammlung von Hideko Oono an die Stadt Yokohama gespendet wurde. Aufgrund dessen wurde das Yokohama Doll Museum (横浜人形の家) gegründet und im Juni 1986 eröffnet.

Es befindet sich zwischen neben dem Yamashita Park und dem Yokohama Marine Tower und am besten von der Motomachi-Chukagai Station zu erreichen. Das Gebäude erstreckt sich über vier Stockwerke, wobei sich im untersten ein Puppenshop und ein Café befindet sowie Parkplätze.

Der Eingang des Museums befindet sich in der zweiten Etage. Dort gibt es eine kleine Gallery, die man kostenlos besuchen kann. Darin befinden sich niedliche Figuren in kleinen Schaukästen sowie Sitzmöglichkeiten und kostenlose Flyer und Magazine.

Daneben ist ein großer Mehrzweckraum, in dem immer unterschiedliche Dinge zu finden sind. Das können separate Ausstellungen, Workshops und mehr sein. Zu unserem Besuch fand man dort viele beeindruckende Puppen, die man dort kaufen konnte. Diese hatten natürlich ziemlich hohe Preise, waren aber auch sehr detailreich gestaltet.

 

Permanente Ausstellung

In der zweiten und dritten Etage findet ihr die permanente Ausstellung des Yokohama Doll Museum, welche in verschiedene Bereiche geteilt ist. Der erste kleine Raum schaut zurück auf die Geschichte Yokohamas seit der Öffnung des Hafens. Doch gleich danach befindet man sich schon im großen Raum, dem World Festival. Yokohama heißt hier die Welt bei sich willkommen mit den verschiedensten Puppen aus inzwischen über 140 Ländern. Auf der einen Seite findet ihr Puppen aus den verschiedenen Regionen Japans, gekennzeichnet mit den Präfekturen.

Auf der anderen Seite geht es durch die ganze Welt – Asian, Afrika, Europa, Amerika – es werden die unterschiedlichsten Puppen ausgestellt, wobei aber auch nicht an den typischen Klischees gespart wird. So findet man Matrjoschkas aus Russland, Alpakas aus Peru, Figuren im Hanbok aus Korea und sogar ein Räuchermännchen aus Deutschland. Die Figuren bestehen dabei aus den unterschiedlichsten Materialien und es ist sehr interessant dadurch die Welt mal mit einen anderen Auge kennen zu lernen.

Nach oben führt eine Treppe mit Memories of Dolls. Auf zahlreichen Bildern sieht man Kinder mit ihren Puppen und die entsprechenden Jahreszahlen dazu. Es werden in zwei kleinen Räumen dazu Puppen aus den jeweiligen Zeiten ausgestellt, darunter Disneypuppen wie Mickey Maus, aber auch Barbie-Versionen und die Beatles als Puppenform.

Der nächste große Bereich ist in Japanische und Westliche Puppen geteilt und die Ausstellungsstücke dort sich wirklich alles sehr unterschiedlich und beeindruckend. Im hinteren Bereich findet man eine kleine Puppenwerkstatt, in der man auf Videos die Herstellung der Puppen nachvollziehen kann.

Am Ausgang der permanenten Ausstellung gibt es einen kleinen Spielbereich mit Puppenhäusern, den man frei nutzen kann. Zudem befindet sich in der obersten Etage das Akaikutsu Theater, in dem immer mal Puppenspiele, Konzerte und anderweitige Veranstaltungen stattfinden.

 

Sonderausstellung

In der 3. Etage befindet sich ein großer Raum für Sonderausstellungen, die zeitlich begrenzt stattfinden und regelmäßig wechseln. Kurz vor unserem Besuch startete die Kawaii-Ausstellung mit Modepuppen, die vom 8. September bis 18. November 2018 läuft. Hier findet man die beliebte Barbie-Puppe wieder, in den verschiedensten Kleidungsstücken – auch sehr international gehalten.

Aber auch die japanischen Versionen sind vertreten. So gibt es Bereiche für Licca, Blythe, Jenny und Momoko Doll, die in den Schaukästen die unterschiedlichsten Kleidungsstile präsentieren. Teils sehr schick aber auch im japanischen Stil gehalten – von Kimono über Animecharaktere bis hin zu Lolita-Kleidchen.

Auch hier findet man im hinteren Bereich eine Spielecke für Groß & Klein, in der man die unterschiedlichen Puppen ankleiden kann.

 

Wenn ihr in Yokohama im Yamashita Park oder im China Town unterwegs seid und noch etwas Zeit zur Verfügung habt, kann ich einen Besuch in dem Museum nur empfehlen. Selbst wenn man kein großer Fan von Puppen ist, kann man dort sehr viel entdecken und Japan, Asien und die ganze Welt noch einmal aus einer anderen Perspektive kennen lernen.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 14. September 2018
Preise: ¥ 400 für Erwachsene
¥ 200 für Kinder
Für die Sonderausstellung kommen gesonderte Gebühren hinzu.
Öffnungszeiten: 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung 
Geschlossen: jeden Montag sowie während der Neujahrsfeiertage
(wenn Montags Feiertag ist, ist das Museum geöffnet)
Adresse: 神奈川県横浜市中区山下町18番地
Kanagawa-ken, Yokohama-shi, Naka-ku, Yamashita-cho 18
Lage: Vom Minato Mirai Line Bahnhof Motomachi-Chukagai etwa 3 Minuten zu Fuß. Vom JR Bahnhof Ishikawacho etwa 13 Minuten zu Fuß vom Motomachiguchi-Ausgang.
Webseite: Offical Website

 

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