Maid Café – Japans Moe Moe Paradies

Maid Cafés gehören zumindest für Ausländer zu den skurrilsten Erscheinung in Japan. Da ich in den letzten Jahren schon öfter Maid Cafés besucht habe, werde ich immer häufiger gefragt, was einen denn bei einem Besuch im Maid Café erwartet – bis hin zu der Frage, ob ich nicht als Begleitung mitkommen würde. Deshalb wird es Zeit, dass ich euch diese von Außen verrückt wirkenden Cafés mal vorstelle. Beachtet bitte, dass es sich hierbei wie immer um meine persönlichen Erfahrungen handelt und sich die Cafés unterscheiden können (und auch sicher werden).

Maid Café

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Blumenzauber im Ashikaga Flower Park | TOCHIGI

Japan ist berühmt für seine Kirschblüten, doch diese blühen nur wenige Wochen im Frühling. Aber das ist natürlich nicht das Einzige, was Japan in der Welt der Blumen zu bieten hat. Ein weiteres Highlight ist u.a. die japanische Wisteria, im japanischen unter dem Namen Fuji (藤) bekannt. Es gibt verschiedene Orte, um diese zu sehen, doch einer der besten Spots dafür ist definitiv der Ashikaga Flower Park, den ich euch hier vorstellen werde.

Ashikaga Flower Park
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Yokohama Marine Tower | KANAGAWA

Yokohama hat zwei bekannte Aussichtsplattformen in der Innenstadt. Die wohl bekannteste ist der Landmark Tower. Mit seinen 296 Metern ist er das höchste Gebäude in Yokohama und besitzt in der 69. Etage das Sky Garden Observatory. Natürlich hat man von dort eine tolle Sicht, es gibt aber noch einen anderen Turm, den ich euch in diesem Artikel vorstellen möchte: der Marine Tower.

Yumomi – Heißes Wasser wälzen in Kusatsu Onsen | GUNMA

Kusatsu Onsen (草津温泉) steht bei den beliebtesten Onsen-Orten Japans oben an der Spitze. Mit rund 100 heißen Quellen lädt der kleine Ort in der Präfektur Gunma natürlich zum Baden im warmen Wasser ein. Doch neben dem berühmten Konstrukt des Yubatake gibt es in Kusatsu Onsen noch eine weitere Attraktion, die sich Touristen vor Ort ansehen sollten: Yumomi!

Kusatsu Onsen Yumomi

Yumomi (湯もみ) heißt übersetzt Wasser wälzen oder Wasser kneten. Der Grund dafür, dass dieses gemacht wird ist ganz einfach: das Wasser, welches aus den heißen Quellen kommt, ist natürlich viel zu heiß, um darin zu baden. Es hat meist zwischen 50 und 90 Grad und soll mit seinen Inhaltsstoffen gut gegen Hautkrankheiten und mehr helfen. Anstatt nun das Wasser abzukühlen indem man kaltes Wasser hinzu mischt – das würde ja die Konzentration der Mineralien im Wasser verschlechtern – wird seit der Edo-Zeit die traditionelle Yumomi-Technik verwendet. Hierbei wird das heiße Wasser mit 180 cm langen und etwa 30 cm breiten Holzbrettern in sich aufgewirbelt, um damit die Temperatur zu verringern.

Kusatsu Onsen Yumomi

Im Gebäude Netsu-no-Yu (熱乃湯) finden täglich Vorführungen des Yumomi to Odori (湯もみと踊り) statt. Hier wird von Frauen in traditioneller Kleidung und mit Gesang gezeigt, wie die Yumomi-Technik funktioniert. Dazwischen gibt es kleine Tanzvorführungen. Zur Einleitung wird ein kurzes Video zur Geschichte gezeigt. Dieses ist auf Japanisch, enthält aber englische Untertitel. Zwischendurch dürfen auch ein paar Zuschauer Yumomi ausprobieren. Wenn ihr das machen wollt, empfiehlt es sich sich gleich zu Beginn an den Seiteneingängen zur Bühne zu platzieren. Teilnehmer erhalten danach ein kleines Zertifikat.

Die Vorführung ist sehr interessant und dauert insgesamt etwa 20 Minuten. Am Tag gibt es regulär sechs Vorführungen: 9:30 Uhr, 10:00 Uhr und 10:30 Uhr sowie 15:30 Uhr, 16:00 Uhr und 16:30 Uhr. Tickets werden jeweils ab 30 Minuten vor Beginn der Vorführung verkauft. Der Eintritt kostet 600 Yen für Erwachsene und 300 Yen für Kinder. Online gibt es einen Ermäßigungscoupon. Zudem händigen auch manche Hotels in Kusatsu ihren Übernachtungsgästen Gutscheine hierfür aus.

An manchen Tagen gibt es die Vorführung der Yumomi-kun Show (ゆもみくんショー), in der anstatt Frauen Männer das Wasser aufwirbeln. Die genauen Termine gibt es auf der offiziellen Webseite.

Am Abend, zwischen 20:00 Uhr und 20:50 Uhr, findet im Netsu-no-Yu zudem Onsen-Rakugo (温泉らくご) statt. Rakugo ist eine japanische Erzählkunst, bei der die Zuschauer in komischen Monologen unterhalten werden. Eintritt hierfür kostet 1,000 Yen für Erwachsene sowie 500 Yen für Kinder.

Wenn ihr mal in Kusatsu Onsen seid, schaut auf jeden Fall einmal im Netsu-no-Yu vorbei und schaut euch die Vorführungen dort an!


❀ I N F O ❀

Besucht: 17. März 2018
Preise: 600 Yen für Erwachsene
300 Yen für Kinder
Yumomi-Vorführungen: 9:30 Uhr, 10:00 Uhr, 10:30 Uhr
15:30 Uhr, 16:00 Uhr, 16:30 Uhr
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 群馬県吾妻郡草津町草津414
Gunma-ken, Agatsuma-gun, Kusatsu-machi, Kusatsu 414
Lage: Etwa 3 Minuten zu Fuß vom Kusatsu Bus Terminal direkt neben dem Yubatake
Webseite: Kusatsu Onsen Website (Japanisch)

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Onsen-Hotel Daitokan in Ito | SHIZUOKA

Die Stadt Ito (伊東) ist bekannt als Onsen-Stadt und liegt an der Ostküste der Izu-Halbinsel. Durch die nicht allzu große Entfernung zu Tokyo, ist die Stadt inzwischen auch als Ausflugsziel beliebt und hat zahlreiche Unterkünfte zu bieten. Wir haben eine Nacht im Daitokan verbracht, welches ich euch heute vorstellen möchte.

Daitokan Ito
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Tokaikan in Ito | SHIZUOKA

Die Stadt Ito (伊東) ist bekannt als Onsen-Stadt und liegt an der Ostküste der Izu-Halbinsel. Durch die nicht allzu große Entfernung zu Tokyo, ist die Stadt inzwischen auch als Ausflugsziel beliebt. In der Innenstadt findet man teilweise recht alte Gebäude, so wie das Tokaikan, welches ich euch diesmal vorstellen möchte.

Tokaikan Shizuoka

Geschichte des Tokaikan

Das Tokaikan (東海館) ist ein früheres Ryokan (japanisches Gasthaus) und wurde 1928 im Zentrum der Stadt erbaut. Mit der Eröffnung der Ito Line im Jahr 1938 kamen zu den bisher meist privaten Onsen-Gästen auch Reisegruppen hinzu und so wurde der Komplex teils umgestaltet und erweitert. Das obere Stockwerk wurde 1949 errichtet. Zu dieser Zeit soll man von dort aufgrund des flachen Baustils in der Gegend einen wunderbaren Panoramablick gehabt haben und auch den Berg Amagi an klaren Tagen sehen können. Bis Ende 1997 wurde das Tokaikan als japanisches Gasthaus geführt und später im Jahre 2001 als Sightseeingspot wieder eröffnet.

Was kann man im Tokaikan sehen?

Das Tokaikan hat drei Stockwerke und wurde von japanischen Meisterarchitekten mit qualitativ hochwertigem Holz gebaut. Innen kann man sich die zahlreichen Gästezimmer mit ihren wunderschönen und detailreichen Holzschnitzereien ansehen. Alle Gasträume haben unterschiedliche Namen und am Eingang sowohl eine Beschreibung auf Japanisch und Englisch. Von einigen der Räume kann man hinaus auf den Fluss schauen und die Zeit genießen.

Im dritten Geschoss befindet sich eine große Halle, die mit 120 Tatami-Matten ausgelegt ist. Dort wurden früher allabendlich Banques für die Gäste abgehalten. Ein paar Figuren hierzu sind dort ausgestellt, um einen kleinen Eindruck zu erhalten. Ganz oben befindet sich eine kleine Aussichtsplattform, von der aus man über die Dächer von Ito schauen kann.

Das öffentliche Bad im Erdgeschoss ist an Wochenenden und Feiertagen geöffnet und man kann für 500 Yen dort entspannen. Es finden hier zeitliche Wechsel zwischen Frauen und Männer im großen und kleinen Bad statt.


❀ I N F O ❀

Besucht: 6. August 2017
Preise: 200 Yen für das Museum
500 Yen für das öffentliche Bad
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Öffentliches Bad (an Wochenenden und Feiertagen)
Frauen 13:00-14:45, 17:00-19:00
Männer 11:00-12:45, 15:00-16:45

Geschlossen: Dritter Dienstag in jedem Monat (Mittwoch, wenn Dienstag ein Feiertag ist); 1. Januar
Adresse: 静岡県伊東市東松原12−10
Shizuoka-ken, Ito-shi, Higashi-Matsubara 12-10
Lage: Etwa 7 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ito
Webseite: Ito Tourist Association (Japanisch)

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Sasuke Inari Schrein in Kamakura | KANAGAWA

Kamakura hat unzählige Schreine und Tempel. Viele davon sind sehr beliebt und von Touristen überlaufen. Ein paar davon sind aber auch weniger bekannt, lohnen aber trotzdem einen Besuch. Einer davon ist der Sasuke Inari Schrein, den ich euch heute vorstellen möchte.

Sasuke Inari Schrein Kamakura

Geschichte des Schreins

Hinter der Entstehung des Sasuke Inari Jinja (佐助稲荷神社) gibt es verschiedene Erzählungen. So heißt es, das dem Gründer des Schreins, Minamoto Yoritomo, während seiner Zeit im Exil auf der kleinen Insel Hirugakojima in Izu im Traum ein alter Mann aus dem Hidden Village (Kakurezato), einem versteckten Ninjadorf in Kamakura, begegnete (in anderen Erzählungen ist es ein Fuchs). Dieser war ein Gesandter des Inari Gottes und sagte ihm wann und wie er seine Gegner in der Schlacht gegen den Taira Klan angreifen sollte. Minamoto gewann daraufhin die Schlacht und wurde zum Shogun. Aus Dankbarkeit ließ er im Jahre 1195 diesen Schrein errichten, ganz in der Nähe des besagten Hidden Village.

Was gibt es dort zu sehen?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Sasuke Inari Jinja um einen Inari-Schrein, der dem Inari Okami gewidmet ist, dem japanischen Gott der Füchse. Dementsprechend findet man vor Ort zahlreiche kleine und große Fuchsstatuen. Diese stehen dort wirklich überall, manche noch recht frisch, manche aber schon recht lange, da sie von der Witterung gezeichnet und vom Moos überwachsen sind.

Allgemein befindet sich der Schrein auf einem Berg in Mitten des Waldes, was eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft. Das Hauptgebäude ist dabei nicht besonders auffällig. Interessanter sind die vielen kleinen aus Holz oder Stein gebauten Miniaturschreine mit den vielen Fuchsfiguren.

Highlight des Schreines sind natürlich die zahlreichen roten Torii, die Eingangstore zum Schrein, die den Weg dorthin säumen. Man muss einige Stufen erklimmen, um zum eigentlichen Schrein zu kommen, die Torii um einen herum lenken einen dabei aber sehr gut ab. Man bekommt hierbei auch Erinnerungen an den berühmten Fushimi Inari Schrein in Kyoto.

In einem kleinen Gebäude gibt es sowohl die Fuchsfiguren zu kaufen, als auch Ema, Omamori und Omikuji. Die Holztafeln bilden natürlich ebenfalls Füchse und rote Torii ab.

Da der Schrein nicht allzu bekannt ist, waren auch kaum Menschen dort. Man kann dort also die Ruhe genießen und diesen besonderen Ort auf sich wirken lassen.

Vom Bahnhof Kamakura benötigt man etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Schreins. Der Weg führt dabei durch ein Wohngebiet. Kleine Hinweistafeln weisen einem zudem die Richtung. Neben dem Zeniarai Benten gehört der Sasuke Inari Schrein auch zum Daibutsu Wanderweg.


❀ I N F O ❀

Besucht: 5. Juli 2017
Preise: kostenlos
Öffnungszeiten: keine Öffnungszeiten
Adresse: 神奈川県鎌倉市佐助2-22-12
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Sasuke 2-22-12
Lage: Etwa 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura
Webseite: Kamakura Kangou (Japanisch)

 

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Der Meigetsu-in Tempel in Kamakura
Unterwegs in der Präfektur Kanagawa

Meigetsu-in Tempel in Kamakura | KANAGAWA

Der Meigetsu-in Tempel befindet sich im nördlichen Teil Kamakuras und ich vor allem im Juni und Anfang Juli ein beliebtes Ziel für Kamakura Touristen. Warum? Zu dieser Zeit blühen dort die Hortensien, und dafür ist dieser Tempel auch bekannt. Ich habe ihn bereits zum zweiten Mal besucht und möchte euch diesen Tempel heute vorstellen.

Meigetsu-in Kamakura

Geschichte des Meigetsu-in

Gegründet wurde der Meigetsu-in (明月院) im Jahre 1160 durch Yamanouchi Tsunetoshi unter dem Namen Meigetsu-an als Ruhestätte für dessen Vater Toshimichi, der ein Jahr zuvor in einer Schlacht starb. 1256 beschloss Hojo Tokiyori dann auf diesem Gebiet einen Tempel names Saimyoji zu errichten. Dieser wurde später zum Vorgänger des neuen Zenkoji Tempels, der durch Tokiyoris Sohn errichtet wurde.

1380 wurde Uesugi Norikata durch den Shogun aufgefordert, den Zenkoji mit dem Bau weiterer Gebäude zu fördern. Das Gebiet wurde vergrößert und weitere Untertempel geschaffen. Der Zenkoji galt stand unter den zehn großen buddhistischen Tempeln der Kanto-Region auf dem obersten Platz. Der Meigetsu-in agierte währenddessen als Tochtertempel des Zenkoji.

Nach der Meiji-Restauration im Jahre 1867 wurde der Zenkoji bald abgebaut und nur der Meigetsu-in bliebt erhalten. Er gehört heute der Kencho-ji Schule der Rinzai Zen Sekte an. Der Kencho-ji Tempel liegt nur ein Stück von Meigetsu-in entfernt.

Sehenswürdigkeiten des Meigetsu-in

Eines der Highlights des Tempels ist die Haupthalle (Hojo) mit dem runden Fenster, welches einen Blick in den inneren Garten gewährt. Der Blick durch das Fenster ist eine einmalige Kulisse und ein gefragtes Fotomotiv. Der innere Garten ist bekannt für seine Iris-Blüte, allerdings ist dieser nur selten für Besucher geöffnet und kostet dann eine zusätzliche Gebühr.

Ein Stück weiter findet man die Gründerhalle (Soyudo), welche dem Gründer des Tempels gewidmet ist. Gleich daneben ist die Yagura-Höhle, eine Grabstätte, die als größte dieser Art in Kamakura gilt. Darin befinden sich verschiedene Statuen, aber auch der Grabstein von Uesugi Norikata. Hier soll auch die Grabstätte von 1160 sein. An einer anderen Stelle des Geländes befindet sich weiterhin das Grab von Hojo Tokiyori.

Da der Meigetsu-in aufgrund seiner Schreibung auch als Mond-Tempel bezeichnet wird, und Japaner mit dem Mond Hasen verbinden, findet man neben Hasenfiguren auch echte Hasen in einem Gehege auf dem Tempelgelände. Auch ein Teehaus, einen Steingarten sowie einen kleinen Bambuswald gibt es zu sehen.

Vor allem nach Beginn der Regenzeit kommen die meisten Touristen zum Meigetsu-in. Denn ein großer Teil des Geländes besteht aus Hortensien, die alle im Juni und Anfang Juli blühen. Dann erstrahlt alles in einem Mix aus Blau, Lila und Weiß und die Blütenpracht lohnt es sich wirklich zu sehen. Der Tempel ist deshalb auch als Hortensien-Tempel, die im Japanischen Ajisai (紫陽花) genannt werden, bekannt.

Der Meigetsu-in befindet sich etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kamakura entfernt. Der Eintritt koster 300 Yen, wird während der Blütezeit der Hortensien allerdings auf 500 Yen erhöht. Besuchen könnt ihr den Tempel täglich zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, im Juni sogar von 8:30 bis 17:00 Uhr.

 

 


 ❀ I N F O ❀
Besucht: 20. Oktober 2016 + 4. Juli 2017
Preise: ¥ 300 (während der Hortensienblüte ¥ 500)
Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Juni: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Geschlossen: keine Schließtage
Adresse: 神奈川県鎌倉市山ノ内189
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Yamanouchi 189
Lage: Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kita-Kamakura (JR Yokosuka Line)
Webseite: Website (Japanisch)

 

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Sasuke Inari Schrein in Kamakura
Unterwegs in der Präfektur Kanagawa

Die große Kannon in Ofuna | KANAGAWA

Eine riesige Kannon Statue ganz in der Nähe von Tokyo? Ja, so eine befindet sich auf dem Weg zwischen Tokyo und Kamakura. Da sie aber trotz ihrer Größe bei Touristen noch recht unbekannt ist, lohnt sich diese als kleiner Abstecher ab von den Menschenmassen. Ich stelle euch die Ofuna Kannon hier einmal vor.

Ofuna Kannon

Eigentlich handelt es sich bei der Ofuna Kannon gar nicht um eine einzelne Statue, sondern um einen Tempel mit dem Namen Ofuna Kannon-ji (大船観音寺). Dieser befindet sich auf einem Hügel nur wenige Minuten vom Bahnhof Ofuna entfernt, von dem aus man die weiße Statue auch schon sehen kann. Allerdings ist der Weg nach oben etwas versteckt. Der Eintritt kostet 300 Yen.

Die Bodhisattwa Kannon ist 25 Meter hoch. Die Arbeiten an der Statue begannen 1929 und die Außenform war 1934 vervollständigt. Die Fertigstellung zögert sich allerdings aufgrund des Krieges bis 1960 hinaus, da die Arbeiten erst 1954 wieder aufgenommen werden konnten. Im Inneren befinden sich der Tempel sowie ein kleines Museum.

Natürlich gibt es vor Ort wie an allen Tempeln Ema (Holztafeln) und Omikuji (Papierstreifen mit Wahrsagungen) zu kaufen. Hier natürlich mit dem besonderen Design der Ofuna Kannon. Auch Figuren davon kann man sich kaufen.

Auch das Areal um die Statue bietet einige zu sehen. Allein die roten Lampen und Fahnen haben eine beeindruckende Wirkung. Es gibt weitere Tempelgebäude und kleiner Statue.

Ein wichtiger Bestandteil des Tempels ist das Andenken an die Atombomben des zweiten Weltkrieges auf Hiroshima und Nagasaki. Dazu gehören nicht nur ein Gedenkstein und ein Platz für Papierkraniche, sondern auch die Flamme der Atombombe (原爆の火), eine Laterne mit ewig brennendem Feuer.

Der Ofuna Kannon Tempel hat mir sehr gefallen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Am besten als Zwischenstopp für eine knappe Stunde auf dem Weg nach Kamakura und Enoshima.

 


❀ I N F O ❀

Besucht: 7. Januar 2016
Preise: ¥ 300
Öffnungszeiten: unbekannt
Geschlossen: unbekannt
Adresse: 神奈川県鎌倉市岡本1-5-3
Kanagawa-ken, Kamakura-shi, Okamoto 1-5-3
Lage: Etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ofuna.
Webseite: Offical Website

 

Samurai Museum in Shinjuku | TOKYO

In der Geschichte Japans sind die Samurai nicht wegzudenken und in vielen Burgen findet man Rüstungen und Schwerte als Ausstellungsstücke. Doch genau diesem Thema, den Samurai, hat sich auch ein eigenes Museum in Shinjuku gewidmet. Ich stelle euch hier das Samurai Museum vor und erzähle euch, was ihr dort erleben könnt.

Samurai Museum

Die Zeit der Samurai reicht etwa vom Beginn der Kamakura-Periode (1185) bis hin zum Ende der Edo-Periode (1868). 700 Jahre Geschichte Japans, in welche man im Samurai Museum in Shinjuku einen Einblick erhalten kann. Das Museum ist zwar recht klein, hat aber trotzdem einiges zu bieten. Da der größte Teil der Besucher Ausländern sind, wird etwa alle 20 Minuten eine englischsprachige Führung angeboten. Diese ist im Eintrittspreis enthalten und sehr zu empfehlen. Die Mitarbeiter erklären einem die wichtigsten Hintergründe zur Samurai-Geschichte und stellen die einzelnen Exponate vor. Manche davon darf man anfassen und sogar ausprobieren. Zudem kann man jederzeit Fragen stellen und mit ihrem einschlägigen Wissen haben die Mitarbeiter auch meist eine Antwort parat.

1. Etage des Samurai Museums

In der unteren Etage findet man zuerst einen Souvenir-Shop. Den kann man auch ohne Eintritt zu bezahlen besuchen. Hier findet ihr zahlreiche Souvenirs mit Samurai-Bezug, egal ob T-Shirts, Schlüsselanhänger oder Regenschirme mit Schwertgriff. Es werden dort auch Schwerter verkauft. Ausgestellt sind nur Replikate, aber bei Nachfrage werden auch echte Schwerter angeboten. Auch Rüstungen und Helme kann man käuflich erwerben, dafür sollte man aber einen recht großen Geldbeutel mitbringen.

Auf der anderen Seite des Eingangs befindet sich die Rezeption. Hier könnt ihr die Eintrittskarten für den stolzen Preis von 1,800 Yen kaufen, erhaltet Flyer und werdet von Mitarbeitern informiert, wann die nächste Führung stattfindet. Als ich dort war, waren alle Mitarbeiter wirklich sehr freundlich und aufgeschlossen und konnten alle Englisch.

Die Ausstellung beginnt mit sechs Rüstungen, welche aus der Muromachi bis hin zur Edo-Zeit stammen. Bei der Führung erhaltet ihr viele Informationen zum Aufbau der Rüstungen, der verschiedenen Funktionen und für welche Zwecke sie verwendet wurden.

2. Etage des Samurai Museums

In der oberen Etage heißt es erst einmal Schuhe aus, bevor ihr in sechs weiteren Bereichen mehr über die Samurai erfahren könnt. Im Kamakura-Raum findet ihr eine elegante Rüstung, die zur Dekoration diente. Zudem gibt es dort Zubehör, welches die Samurai zu Pferde genutzt haben, zu sehen. Der nächste Raum widmet sich den japanischen Schwertern, den Katana. Es sind verschiedene Arten ausgestellt, die zwischen 200 und 800 Jahre alt sind.

Auch den Helmen und Rüstungen ist jeweils ein eigener Bereich gewidmet. Während der Führung können Freiwillige einen Helm aufprobieren und feststellen, wie schwer diese sind. In einem Raum werden Feuerwaffen ausgestellt, die vor allem während der Azuchi-Momoyama-Zeit (1573-1603) vor der Isolierung Japans hergestellt wurden. Im letzten Raum wird sich genau dieser Zeit sowie der Edo-Zeit gewidmet. Neben weiteren aufwendigen Rüstungen, findet man Utensilien der späten Edo-Zeit, die den Übergang in die Meiji-Zeit und dem Ende der Samurai ankündigen. Durch die Mitarbeiter werden einem die historischen Hintergründe näher gebracht.

Kostenlose Erlebnisse

Für den Eintrittspreis bekommt man nicht nur eine kostenlose englischsprachige Führung. Man hat die Möglichkeit zwischendurch einen Samurai-Helm auf zu probieren oder sich später im Fotobereich einkleiden zu lassen. Es stehen verschiedene Samurai-Kleidungsstücke und Helme aber auch Kimono zur Verfügung. Dort kann man dann Fotos machen.

Vier Mal am Tag (14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr) findet zudem eine kostenlose Vorführung des Schwerkampfes statt. Es werden erst mehrere Kampfbeispiele mit dem Schwert gezeigt, danach verschiedene Techniken erklärt. Freiwillige können diese zusammen mit dem Schwertkünstler ausprobieren. Am Ende bleibt noch Zeit für Fragen. Die Vorführung dauert etwa 15~20 Minuten

 

Erlebnisse mit Aufpreis

Gegen eine Gebühr von jeweils 5,000 Yen kann man an Kursen zur Samurai Kalligrafie oder zu Samurai Schwertern teilnehmen. Diese verlangen vorab eine Reservierung. Erkundigt euch also am besten rechtzeitig beim Museum, wann diese Kurse genau stattfinden.

Wer in einmal komplett in eine Rüstung schlüpfen möchte, kann dies im Samurai Museum ebenfalls tun. Für ein professionelles Fotoshooting stehen verschiedenen Rüstungen bereit. Je nachdem, welche man wählt, kostet dies allerdings zwischen 32,000 und 48,000 Yen. Man erhält ein A4 Bild im Rahmen und zwei weitere in gedruckter Form. Die restlichen Bilder gibt es auf CD-Rom. Hierfür solltet ihr euch aber mindestens drei Tage vorher anmelden.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Museums.

Der Eintrittspreis ist zwar recht teuer, mit Führung und den kostenlosen Erlebnissen kann man aber gut 1 ½ bis 2 Stunden im Museum verbringen. Das Fotografieren ist in den meisten Teilen erlaubt. Wer also mehr über die Samurai in Japan erfahren möchte, sollte dort auf jeden Fall einmal vorbei schauen!


❀ I N F O ❀

Besucht: 27. Mai 2017
Eintritt: ¥ 1,800 für Erwachsene
¥ 800 für Kinder bis 12 Jahre
Kinder bis 3 Jahre kostenlos
Öffnungszeiten: täglich 10:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Letzter Einlass um 20:30 Uhr
Adresse: 東京都新宿区 歌舞伎町2丁目25−6
Tokyo, Shinjuku-ku, Kabuki-cho, 2-25-6
Lage: Vom JR Bahnhof Shinjuku etwa 8 Minuten zu Fuß, vom Seibu Shinjuku Bahnhof nur etwa 4 Minuten
Webseite: Englische Webseite